Jährlich gelangen Tonnen an Plastikmüll in die Ozeane unserer Welt. Das Projekt „The Ocean Cleanup“ setzt sich seit dem Jahr 1994 dafür ein, den Plastikmüll auf den Gewässern einzusammeln. Die Kunststoffe im Wasser wirken sich nicht nur negativ auf die Meeresbewohner aus, sondern sind auch für Menschen eine Gefahr.

Die gemeinnützige Organisation aus den Niederlanden entwickelt fortschrittliche Technik, um die Ozeane von Müll zu befreien. Um ihr Ziel zu erreichen, sorgt sie für die Verminderung von Müll und räumt gleichzeitig das auf, was sich im Ozean angesammelt hat.

Reinigungssystem schöpft Müll von der Meeresoberfläche

Die Ozeane sind groß. Die Reinigung von Müllflecken, bei denen sich durch die Zirkulation immer wieder Massen an Müll sammeln, würde Jahre dauern. Die Herausforderung liegt darin, den in alle Richtungen schwimmenden Müll einzusammeln. Mit einer neu entwickelten Reinigungstechnologie will die Organisation den Prozess beschleunigen und vereinfachen.

Müll schwimmt in einem Netzt
Das Netz sammelt den Müll an der Meeresoberfläche.

Das System besteht aus einem langen Schwimmernetz, das an der Wasseroberfläche sitzt. Die Schwimmer geben dem System Auftrieb, während das Netz am Rand verhindert, dass der Müll wegschwimmt. Das Ganze funktioniert wie ein riesiger Kescher, der massive Mengen aus Abfällen auf einmal einsammeln kann. Die Kunststoffe und das Reinigungssystem nutzen natürliche Kräfte wie Wind, Wasser und Strömung. Das System ist so entwickelt, dass es schon die kleinsten Kunststoffteile bis hin zu großflächigen Fischernetzen.

Auf den Weltmeeren existieren fünf große Müllfelder, das größte davon ist das Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien. Laut der Organisation können bereits nach fünf Jahren und einer umfassenden Einführung des Modells 50 % der Abfälle von diesem Müllfleck durch das Bereinigungssystem entfernt werden.

Wie zeit.de berichtet, gibt es jedoch auch Kritiker. Darunter sind Meeresbiologen, die behaupten, dass durch das Abschöpfen von Müll an der Meeresoberfläche, auch Biomasse gefiltert wird.

Von altem Müll zu einer neuen Sonnenbrille

Bisweilen gibt es kreative Methoden, um den Kunststoffmüll wiederzuverwerten. Im Oktober dieses Jahrs brachte The Ocean Cleanup eine hauseigene Sonnenbrille auf den Markt. Diese wurde aus Plastik hergestellt, welches von dem Great Pacific Garbage Patch abgeschöpft wurde. Mit dem Kauf der Brille kann jeder die Organisation unterstützen Mit 199,00 Euro liegt sie preislich im Designer-Spektrum.

(Foto: The Ocean Cleanup)

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