Bereits zu Beginn der Tauchausbildung lernen Taucher, dass die richtige Tarierung aus drei Elementen besteht – Jacket, Blei und Lungenvolumen. Den meisten Tauchern ist klar, dass sie richtig ausgebleit sein müssen. Doch viele verstehen gar nicht, was das eigentlich bedeutet.

Tauchanfänger und auch erfahrene Taucher begehen häufig weitverbreitete Fehler. Bei einer Änderung der Tauchausrüstung oder des Tauchgebietes muss die Bleimenge stets auf die neuen Umstände angepasst werden.

Ein Tauchgang mit zu viel oder zu wenig Blei ist anstrengend

Wenn der Taucher falsch ausgebleit ist, fällt eine neutrale Tarierung schwer. Vielen Tauchern ist nicht einmal klar, dass sie zu viel Gewicht mit sich tragen. Das bedeutet für eine neutrale Tarierung, dass man mehr Luft in das Jacket lassen muss. Das kann dazu führen, dass der Taucher in eine aufrechte Position kommt und der Widerstand beim Schwimmen höher ist.

Der Tauchgang mit zu viel Blei ist anstrengend und mehr Luft wird verbraucht. Aber auch zu wenig Blei kann den Taucher ermüden. Mit zu wenig Gewicht muss er dem Aufrieb standhalten und versuchen, unter Wasser zu bleiben.

Taucher im Neoprenanzug schnallt sich an Land einen Bleigurt um

Über die richtige Menge Blei sollte jeder Taucher sich im Voraus Gedanken machen. Ausprobieren und Erfahrung können hilfreich sein. Jedoch sollte man die Bleimenge den unterschiedlichen Tauchgebieten anpassen.

Um festzustellen, wie viel Blei benötigt wird, müssen Körpergewicht, Kleidung, Gewicht der Ausrüstung und Tauchumgebung berücksichtigt werden. Wie tauchmagazin.com berichtet, ist die ideale Bleimenge erreicht, wenn man bei voller Pressluftflasche und leerem Jacket mit eingeatmeter Luft bis zur Nasenwurzel im Wasser einsinkt. Beim Ausatmen sollte man langsam weiter sinken. Taucher sollten nun die Bleimenge in kleinen Schritten erhöhen, um einen unkontrollierten Aufstieg zu vermeiden. Wer richtig ausgebleit ist, sollte am Ende des Tauchgangs ohne Luft in der Tarierweste im Wasser schweben können, ohne sich anzustrengen.

Ausrüstung und Körperbau beeinflussen die Bleimenge

Bei Trockentauchanzügen und dickem Neopren brauchen Taucher zum Ausgleich des Auftriebs mehr Blei als bei dünnem Neopren. Der Aufbau des Körpers hat einen Einfluss darauf, ob mehr oder weniger Gewicht benötigt wird. Auch zum Tauchen mit einer Aluflasche benötigt man mehr Blei als zum Tauchen mit einer Stahlflasche.

Tauchanfänger sollten berücksichtigen, dass Salzwasser dichter ist als Süßwasser. Dadurch nimmt der Auftrieb von Objekten zu und somit wird mehr Gewicht zum Abtauchen benötigt. Die Tauchausbildung beginnt normalerweise im Süßwasser, für Tauchgänge im Meer wird daher mehr Blei benötigt. Das Blei kann in integrierten Bleitaschen des Jackets oder speziellen Bleigurten verstaut werden.

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.