Die richtige Technik für den Druckausgleich beim Tauchen

Die richtige Technik für den Druckausgleich beim Tauchen

Ein kontrollierter Druckausgleich ist eine der wichtigsten Maßnahmen beim Abtauchen in die Tiefen. Mit der richtigen Technik und passenden Tipps können Dekompressionsverletzungen vermieden werden und der Tauchgang wird zu einem schönen Erlebnis.

Beim Tauchen wirkt sich Druck auf den Körper aus, da mit zunehmender Tiefe auch der Druck unter der Wasseroberfläche steigt. Der Körper gleicht den steigenden Druck von etwa 0,1 bar pro Meter nicht selbstständig aus. Mit der richtigen Technik müssen Taucher den Druckunterschied somit optimal regulieren.

Methoden für den Druckausgleich

Grundsätzlich gibt es verschiedene Techniken für den Druckausgleich. Bei einem langsamen Abstieg in die Tiefe kann die „Toynbee Methode“ hilfreich sein. Beim Zuhalten der Nasenlöcher und gleichzeitigem Schlucken erfolgt der Druckausgleich im Innenohr. Die Methode ist zwar einfach, sollte jedoch nicht von Anfängern vollzogen werden. Der Ausgleich gelingt nicht immer auf Anhieb, daher sollte man auf das „Knacken“ innerhalb der Ohren warten. Daran können Taucher den erfolgreichen Ausgleich festmachen.

Taucher mit Ausrüstung unter der Wasseroberfläche
Für den Druckausgleich sollte man langsam absteigen.

Eine weitere Technik, welche vor allem von Sporttauchern angewendet wird, ist die „Valsalva Methode“. Bei geschlossenem Mund und zugehaltener Nase wird stark ausgeatmet. Durch den Atemvorgang kann die Luft nicht entweichen. Somit entsteht ein erhöhter Druck im Mund- und Rachenraum. Der Druck entweicht in Richtung eustachische Röhre, welche zum Trommelfell und den Nasennebenhöhlen führt. Diese Methode ist jedoch nicht ungefährlich, da sie Schäden am Ohr und Kreislaufprobleme hervorrufen kann.

Tipps für den gesunden Druckausgleich

Mit ein paar Tipps gelingt der Druckausgleich deutlich leichter. Der Tauchgang sollte niemals schmerzhaft werden. Verspürt ein Taucher Schmerzen, sollte er umgehend auftauchen oder den Druckausgleich in einer geringeren Tiefe vollziehen.

Bei einem langsamen Abstieg erhöht sich der Druck nicht zu schnell, was für den Ausgleich einfacher ist. Es ist wichtig, den Druckausgleich beim Abstieg häufiger durchzuführen, da dieser dann leichter fällt. Durch die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeit und den Verzicht auf Milch werden die Nebenhöhlen frei und vereinfachen das Abtauchen.

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