Das Jahrhunderte alte Wasserbecken Fosse Dionne konnte bislang noch nicht komplett betaucht werden. Bis heute konnten noch nicht alle Fragen rund um die Fosse Dionne geklärt werden. Nur mutige Taucher mit einer Sondergenehmigung können einen Tauchgang zum Grund wagen.

Im Zentrum Frankreichs befindet sich die Fosse Dionne. Das kreisrunde Wasserbecken der Stadt Tonnerre gibt den Bewohnern schon seit Jahrhunderten Rätsel auf. Mittlerweile ist zumindest klar, dass es sich um eine Karstquelle handelt, die von unterirdischen Gängen gespeist wird. Woher diese Gänge kommen und wie weit sie reichen, ist allerdings weiter ungewiss.

Es ranken sich einige Mythen um die Fosse Dionne. Einige Menschen glauben, der Einstieg in das Gewässer leitet sie in eine andere Welt. Andere sind der festen Überzeugung, dass auf dem Grund des Wasserbeckens ein Basilisk lebt, der herunterschwimmende Taucher tötet.

Der erste erfolgreiche Tauchgang

Die Fosse Dionne schimmert täglich in anderen Farben. Hellgrün bis gelb, tiefes blau oder strahlendes türkis. Ein Blick von oben in das klare Wasser reicht bis in eine Tiefe von etwa 30 Metern. Ein Tauchgang führt Sportler in eine wahrhaft unerforschte Unterwasserwelt.

Während des Versuchs, den Grund des Wasserbeckens zu erreichen, ließen fünf Taucher ihr Leben. 2019 erreichte der französische Profitaucher Pierre-Eric Desseigne das bislang Unmögliche und passierte den steinigen Grund in einer Tiefe von 70 Metern. Hier verzweigt sich ein weitläufiges Tunnelsystem.

Während seines Unterwasser-Abenteuers nutzte Pierre-Eric Desseigne eine Helmkamera. Nach 370 Metern musste er seinen spektakulären Tauchgang abbrechen. Starke Strömungen, enge Schächte und teils instabile Wände ließen ihn den Rückweg antreten. Nur mit einer Sondergenehmigung können Taucher in der Fosse Dionne auf Entdeckungstour gehen.

(Bild: bbsferrari – adobe. stock)

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