Nördlich des Blue Holes vor der Küste Gozos, einer Insel der Republik Malta, befand sich das Wahrzeichen der kleinen Insel. Das Azure Window, eine bogenförmige Felsformation, sank vor wenigen Jahren ins Meer und bildet seitdem einen neuen, aufregenden Tauchplatz. Sportler können die aktuellen Felsformationen mit ihren neuen Bewohnern unter die Lupe nehmen, während Großfische an ihnen vorbeischwimmen.

Am 8. März 2017 versank das Azure Window mit einem tosenden Rauschen im Meer. Schon längere Zeit vor dem Einsturz war das Begehen und Untertauchen des Wahrzeichens verboten. Während eines schweren Sturmes brach die berühmte Felsformation in sich zusammen und entwickelte unter der Wasseroberfläche ein neues Taucher-Paradies: Azure Boulders.

Taucher können in einer maximalen Tiefe von 50 Metern neue Felsformationen, entstandene Höhlen und Grotten erforschen. Nördlich des berühmten Blue Holes bietet der versunkene, steinerne Triumphbogen zahlreichen Kleinstlebewesen eine neue Heimat.

Neue Felsformationen von Azure Boulders

In den Trümmern des Azure Window verstecken sich farbenfrohe Nacktschnecken, diverse Krebstierchen und Kraken. Urig aussehende Bärenkrebse kriechen aus kleinen Höhlen und im Freiwasser tummeln sich bunte Meerpfauen, gestreifte Schriftbarsche und Schwärme von dunklen Mönchsfischen.

Die Sichtweiten liegen meist zwischen 20 und 30 Metern und bieten einen hervorragenden Blick auf vorbeischwimmende Meerbrassen und großen Zackenbarschen. Die Wassertemperaturen betragen im Winter etwa 15 Grad. Um die Highlights des Gewässers auch in den kalten Monaten betauchen zu können, sollten Tauchsportler einen guten Trocki anlegen und eine Lampe für die tieferen Bereiche mit sich führen. Auf dem Grund tarnen sich mürrisch dreinblickende Drachenköpfe, Meeraale und bräunliche Meerraben. In den Sommermonaten steigt die Wassertemperatur bis zu 25 Grad an. Seichtere Bereiche können auch von Anfängern problemlos betaucht werden. Hier entdecken Sportler Anemonen, Korallen und Schwämme in allen möglichen Farben und Formen.

(Bild: whitcomberd – adobe.stock)

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