Wie jeder Taucher wissen sollte, geht man nicht mit einer Erkältung tauchen. Mit einem Schnupfen funktioniert der notwendige Druckausgleich bei Tauchern nicht. Ein Nasenspray ist in diesem Fall definitiv keine Lösung und sollte vermieden werden. Nutzt er ein schleimhautabschwellendes Mittel, riskiert der Taucher ein Barotrauma.

Da die Schleimhaut der Nase bei einer Erkältung anschwillt, wird ein Druckausgleich schon nach wenigen Metern nahezu unmöglich. Der Taucher verspürt einen stechenden Schmerz und geht das Risiko eines Trommelfellrisses ein.

Was passiert beim Abtauchen, wenn der Taucher erkältet ist?

Aufgrund des Körperaufbaus ist vor allem das Mittelohr für eine Traumatisierung durch Druck anfällig. Ein Barotrauma entsteht meist während des Abstiegs, wenn der Druckausgleich nicht vollständig oder gar nicht ausgeführt wird. Durch den Unterdruck wird das Trommelfell nach innen gezogen, was einen unangenehmen Schmerz hervorruft. Bei zunehmendem Druck zerplatzen die kleinen Gefäße im Ohr und führen zu einem Riss im Trommelfell.

Man hält sich an sein schmerzendes Ohr

Um den Druckausgleich herbeizuführen, muss der Taucher Luft aus dem Nasen-Rachenraum in das Mittelohr drücken. Die beiden Hohlräume werden durch einen kleinen Kanal, der Eustachischen Röhre, miteinander verbunden. Sind die Nebenhöhlen geschwollen oder blockiert, ist das nicht möglich.

Nasentropfen schaffen nur kurz Abhilfe

Nasentropfen sollten nie verwendet werden, um trotz Schnupfen zu tauchen. Abschwellende Mittel helfen zwar, jedoch nur für eine kurze Zeit. Nutzt der Taucher vor dem Tauchgang das Spray, kann er abtauchen, bekommt aber schon nach wenigen Metern erneut Probleme. Die Tropfen verlieren die Wirkung und die Eustachische Röhre schwillt wieder zu. Das kann beim Auftauchen schmerzhaft werden. Der Taucher muss dann mit Schwindel, Schmerzen in der Stirn und im schlimmsten Fall auch Hörverlust rechnen.

Um eine Erkältung schnell wieder loszuwerden, sind die Tropfen sehr hilfreich, doch bis zur vollständigen Gesundheit wird nicht mehr getaucht. Wer trotzdem das Risiko eingeht, verzögert die Abheilung und somit auch einen beschwerdefreien Tauchgang.

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