Taucherkrankheiten und -risiken #3: Barotrauma

Taucherkrankheiten und -risiken #3: Barotrauma

Egal ob mit oder ohne Pressluftflasche. Taucher aller Klassen sollten wissen, was der Tauchgang für Gefahren mit sich bringen kann. Das Mittelohrbarotrauma ist eine häufige Erkrankung bei Tauchern aller Tauchniveaus.

Inmitten eines eindrucksvollen Tauchgangs tritt ein starker Schmerz im Mittelohr und unangenehme Schwindelgefühle auf. Diese Schmerzen weisen auf ein Barotrauma des Mittelohrs hin. Das Barotrauma wird durch den schnell wechselnden Umgebungsdruck ausgelöst. In unserer Reihe stellen wir Taucherkrankheiten und -risiken vor.

Entstehung eines Barotraumas

Druckbedingte Erkrankungen können jeden Hohlraum im Körper betreffen. Bei Tauchern sind das in den meisten Fällen das Mittelohr und die Lunge. Beim Abtauchen wirkt der stetig steigende Umgebungsdruck auf das Trommelfell und muss durch den Taucher ausgeglichen werden.

Taucher am Grund unter Wasser wirft Blasen
Für den Auf- und Abstieg sollte man sich genügend Zeit nehmen.

Bei Veränderungen des Umgebungsdrucks erfolgt der Druckausgleich über die Nasennebenhöhlen unter Normalbedingungen automatisch. Bei einem zu schnellen Abstieg oder einer Erkältung des Tauchers, ist der Druckausgleich oft nicht möglich und es kann zur Beschädigung des Trommelfells kommen.

Schmerzen im Ohr durch Druckgefühl

Gelingt der Ausgleich nicht, spürt der Taucher Druck im Ohr. Schmerzen im Mittelohr sind die Folge und ein Warnsignal des Körpers. Wird dies ignoriert, kann es zu einem Riss im Trommelfell kommen. Durch den Einriss strömt Wasser in das Mittelohr und Schwindelgefühle sowie Orientierungsverlust treten auf. Beim Auftauchen können Blutungen aus dem Gehörgang und Schwerhörigkeit ein weiteres Zeichen für einen Riss im Trommelfell sein.

Treten diese Symptome auf, sollten Tauchsportler umgehend einen Arzt aufsuchen. Im schlimmsten Fall darf der Betroffene nach einem Trommelfellriss mindestens sechs Wochen nicht tauchen. Leichte Verletzungen des Mittelohrs heilen schneller ab, sodass man früher wieder tauchen gehen kann. In jedem Fall sollte ein Facharzt den Heilungsprozess einschätzen und entscheiden, wann der Taucher sich wieder seiner Leidenschaft widmen darf. Taucher sollten immer daran denken, dass es möglich ist, eine bleibende Trommelfellschädigung davon zu tragen. Ist das Mittelohr dauerhaft geschädigt, wird das Tauchen unmöglich.

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