Weltweit leiden Korallen an den steigenden Wassertemperaturen. Doch einige Korallen im nördlichen Roten Meer leisten der Wärme immer noch Widerstand. Forscher versuchen, aus ihren Genen neue Möglichkeiten zu entwickeln, um die Korallengärten in den Meeren vor der Hitze zu schützen.

Die Wassertemperaturen steigen durch die Erderwärmung immer weiter an. Die Korallenbestände der Meere gehen zurück und das System unter der Meeresoberfläche gerät vollkommen aus den Fugen.

Wird es den Korallen in den Gewässern zu warm, stoßen sie ihren farbenfrohen Mantel ab, der sie mit Nährstoffen versorgt. Übrig bleibt ein weißes Kalk-Gerippe. Dieser Vorgang wird zurecht als „Bleiche“ bezeichnet.

Die Bleiche befällt eine braune Koralle

Korallen in Akaba wenig von Wärme beeindruckt

Forscher fanden heraus, dass die Korallen im Golf von Akaba, im Norden des Roten Meeres, den hohen Temperaturen widerstehen. Sie setzten einige Korallen über Stunden und teilweise auch über Tage höheren Wassertemperaturen von 29,5 Grad, 32 Grad und 34,5 Grad aus. Auch nach den langen Hitzeperioden erholten sich die Korallen schnell und behielten keine Folgeschäden zurück.

Nach einigen Tests und Analysen konnten Wissenschaftler das Geheimnis des besonderen Genpools erforschen. Die Genetik der verschiedenen Korallenarten ist jedoch so unterschiedlich, dass sich eine Kreuzung sehr komplex darstellt.

Man fand jedoch heraus, dass die tödliche Schwelle der stärkeren Korallenstämme über 34,5 Grad liegt. Forscher aus Hawaii und Australien versuchen bereits, verschiedene Korallen zu kreuzen, um eine „Super-Koralle“ zu erschaffen. Diese soll den wärmeren Temperaturen der Meere standhalten und die Riffe rettet.

(Bild: whitcomberd – adobe.stock)

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