Wels Walter, der größte Bewohner des Fühlinger Sees, lädt Taucher auf eine Entdeckungsreise ein. Zwischen einem Autowrack, unzähligen kleinen Quallen und Barsch-Schwärmen können Taucher die Unterwasserwelt erkunden.

Das Naherholungsgebiet des Fühlinger Sees am nördlichen Stadtrand von Köln entstand im Jahr 1967. Zuvor diente der Bereich als Tagebaugrube, um Kies auszuheben, der für den Bau verschiedener Bahnstrecken eingesetzt wurde. Durch den nahe gelegenen Rhein füllte sich das ausgehobene Areal schnell mit Grundwasser. 

Der See besteht mittlerweile aus sieben Teilseen, die in unterschiedliche Sportarten eingeteilt wurden. Der Tauchplatz fünf wird für Tauchgänge genutzt. Dieser Bereich wird auch „Hechtwald“ genannt.

Walter begrüßt die nächsten Taucher

Der See verfügt über mehrere Leitern, verschiedene Pontons und betonierte Wege ins Wasser, sodass Taucher einen leichten Einstieg finden. Bei maximalen Wassertiefen von 18 Metern können Unterwasser-Sportler auf große Hechte, Brassen und Schwärme von Barschen treffen.

Riesiger Wels Walter im Fühlinger See
(Bild: Archiv – Tauchschule BlueMarlin)

Walter, der riesige Wels, wurde schnell das Aushängeschild des Sees. Mit einer beeindruckenden Größe von etwa 2,30 Metern begrüßt er die Taucher freundlich und gelassen in seinem Revier. Zwischen Tausendblatt, welches teilweise bis an die Wasseroberfläche reicht, und kleinem Plankton schwimmt der stattliche Fisch meist entspannt in den seichten Teilen des Sees.

Ein Highlight befindet sich in Form eines Auto-Wracks auf dem Grund des Sees. Den alten Ford Fiesta umgeben schimmernde Rotfedern und Schleien bis zu einer Größe von 70 Zentimetern. Nicht weit von dem ausgedienten Wagen befinden sich weitere Schätze, die Taucher entdecken können. Ein alter Koffer kann etwa aufgeklappt werden, um seinen Inhalt zu erforschen.

Süßwassermedusen und nachtaktive Jäger

Während eines Nachttauchgangs können Taucher nachtaktive Fische, wie Aale, Zander und dicke Karpfen auf ihrer Jagd beobachten.

Die besten Tauchzeiten liegen zwischen April und November. In den Sommermonaten beträgt die Wassertemperatur bis zur ersten Sprungschicht etwa 26 Grad. Die Sichtweiten können bis zu 15 Metern weit sein. In den kalten Monaten sinkt die Temperatur auf bis zu vier Grad mit maximalen Sichtweiten von zwei Metern.

Zwischen April und Mai befinden sich große Schwärme von kleinen Quallen, sogenannten Süßwassermedusen, im Fühlinger See. Makrotaucher können nicht nur die unzähligen Medusen erforschen, sondern treffen auch auf kleine Krebse, kleine Schnecken und verschiedene Muschelarten.

(Bild: hanseat – adobe.stock)

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