Das größte Binnengewässer Österreichs ist der Attersee im Norden des Landes. Wer in recht kalten Gewässern auf einen Tauchgang gehen möchte, kann hier ganzjährig abtauchen. Einige urige Sehenswürdigkeiten erwarten Tauchsportler und der See lockt mit 100 Goldschätzen. Ob das der Nixe „Adhara“ gefallen würde?

Die Fläche des Sees beträgt 48 Quadratkilometer mit einer Länge von 23 Kilometern. Das Gewässer hat Trinkwasserqualität und somit eine hervorragend klare Sicht. In den Wintermonaten liegen die Sichtweiten bei etwa 25 Metern. Im Jahr 2000 wurde der Attersee als europäisches Naturschutzgebiet ausgezeichnet. Insbesondere der seltene Perlfisch, die Seelaube und die Armleuchteralgen sollen durch diese Maßnahme geschützt werden.

Laut Volkssage soll einst eine wunderschöne Meerjungfrau namens „Adhara“ im Attersee gelebt haben. Sie brachte den Bewohnern rund um den See Gold und Edelsteine. Durch den erstandenen Neid und den Hass der Anwohner verschwand die Nixe für immer. Doch noch heute glänzt und glitzert der See unter Wasser.

Die Wassertemperaturen liegen im Winter bei nur zwei Grad. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen bis auf 18 Grad. Doch in der warmen Jahreszeit reduzieren sich die Sichtweiten des Salzwassers bis auf fünf Meter. Für Anfänger, Profis und sogar Kinder wird der Attersee mit einem Tauchguide zu einem Erlebnis.

Gold, Urzeitbäume und Hinkelsteine in der Tiefe

Die „Wandl“ ist ein vom Urzeitgletscher geformtes Becken innerhalb des Attersees. Das urige Steilufer fällt stufenweise bis in eine Tiefe von 50 Metern ab. Im Gegensatz dazu ist die Steilwand beim „Kohlbauernaufsatz“ schön bewachsen und von vielen Seebewohnern bevölkert. Hechte von bis zu einem Meter Länge tummeln sich in den Gewässern und führen die Taucher teilweise bis in eine Tiefe von 17 bis 33 Metern. In dieser Tiefe befinden sich beeindruckende unterirdische Bäume. Die imposante Größe der Urzeitbäume dienen als umwerfende Motive für Unterwasseraufnahmen.  

Die maximale Tiefe des Sees beträgt 172 Meter mit 18 bar Wasserdruck. Das ist etwa das siebenfache des Drucks eines gewöhnlichen Autoreifens. Der See wird jährlich von etwa 250.000 Tauchern besucht. Diese erfreuen sich unter anderem an den imposanten Hinkelsteinen unter Wasser. Teils sind sie von hölzernen Pfahlbaufamilien umgeben. Die Hinkelsteine liegen in Tiefen zwischen 17 und 29 Metern.

Durch die Aktion „Goldschatztauchen am Attersee“ möchten die Tauchbasen auf den See und seine Vorteile aufmerksam machen. 100 goldgefärbte, nummerierte Blöcke wurden mit gelben Quietsche-Entchen im kompletten See versteckt. Findet ein Taucher einen solchen Schatz, kann er diesen im Gasthaus „Zur Nixe“ in seinen Preis eintauschen. Diese beinhalten von Restaurant- bis zu Übernachtungsgutscheinen eine Menge tolle Preise.

(Bild: photoplace – stock.adobe.com)

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