Die Sandstrände, schillernde Korallenriffe und faszinierende Artenvielfalt unter der Wasseroberfläche machen Los Roques zu einem interessanten Tauchspot. Selbst Christoph Kolumbus nannte den Archipel „Das Paradies auf Erden“. Zwischen großen Meeresschildkröten und leuchtendem Plankton kommen Tauchanfänger und -profis auf ihre Kosten.

Der größte Meerespark der Karibik ist der Archipel Los Roques. Die Inseln liegen 175 Kilometer nördlich der venezolanischen Hauptstadt Caracas. 1972 wurde Los Roques zu einem Nationalpark erklärt. Der Archipel besteht aus über 50 Inseln, von denen die meisten unbewohnt sind. 250 verschiedene Riffe befinden sich an den Küsten der Inseln.

Zwischen bunten Korallengärten treffen Taucher auf Entenfische, giftige Kugelfische und lange Trompetenfische. In den Gewässern vor Los Roques sind über 280 Fischarten und 200 Krebsarten beheimatet.

Eine Meeresschildkröte über einem bunten Korallenriff
(Bild: Andrey Armyagov – adobe.stock)

Große Artenvielfalt der Flora und Fauna

Auf dem Grund verstecken sich Langusten, Seeigel und über 140 verschiedene Muschelarten. Teilweise sind die Steilwände mit Weichkorallen und Seepeitschen bewachsen, die in eine Tiefe von 60 Metern reichen. Zwischen Stein- und Weichkorallen können Taucher über 61 Korallen- und 60 Schwammarten entdecken. Diese strahlen in allen möglichen Farben und Formen.

Riesige Höhlen befinden sich unter den Inseln. In diesen treffen Sportler auf große Barrakudas. Während eines Nachttauchgangs beobachten Taucher Kardinalbarsche auf der Suche nach Plankton. Diesen sollten die Barsche recht schnell finden, da er fluoreszierende Eigenschaften in den dunklen Gewässern aufweist. In den Gewässern sind vier Schildkrötenarten beheimatet. Sie stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten, doch an den weißen Sandstränden von Los Roques legen sie ihre Eier. Verschiedene Schildkrötenaufzucht-Stationen kümmern sich um die Pflege und Erhaltung der ansässigen Meeresschildkröten. In den letzten 24 Jahren wurden etwa 30.000 Schildkröten in die freie Wildbahn zurückgelassen.

(Bild: sunsinger – adobe.stock)

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