Verspielte Einhornfische lieben es, über Tauchsportler hinweg zu schwimmen und sich von den emporfliegenden Blasen kitzeln zu lassen. In den Gewässern der Malediven, Südostasiens und des Indischen Ozeans stehen die Chancen sehr gut, auf einen Einhornfisch zu treffen.

Der Einhornfisch wird auch Nasendoktorfisch genannt. An seinen Schwanzwurzeln sitzen zwei messerscharfe, langgezogene Stacheln, die wie ein Skalpell an der Ober- und Unterseite aus dem Körper ragen. Durch diese Skalpelle kam er zu dem Namen Doktorfisch.

Der Stirnhöcker ist stark verlängert und wächst stetig weiter. Man fühlt sich leicht an die Kinderbuchfigur Pinocchio erinnert, da der Höcker wie eine sehr lange Nase aussieht. Auf seinem Speiseplan stehen anfangs Algen, doch mit wachsender Nase wird die Aufnahme der Algen schwierig und der Einhornfisch steigt auf Plankton um.

Durch seine Essgewohnheiten finden Taucher den Nasendoktorfisch nur in Küstennähe zwischen Korallenriffen und bewachsenen Steilwänden. Er hält sich überwiegend in einer Tiefe von etwa 50 Metern auf. Der Einhornfisch bevorzugt Wassertemperaturen zwischen 22 und 28 Grad.

Ein Einhornfisch in blauem Wasser
(Bild: Ann Hayes – adobe.stock)

Spiele mit aufsteigenden Sauerstoffblasen

In den Gewässern der Malediven sind acht verschiedene Arten des Nasendoktorfischs beheimatet. So treffen Taucher unter anderem auf den „Vlamings Nasendoktor“. Er wird etwa 60 Zentimeter groß und kann seine Farbe sehr schnell wechseln. Diese Fähigkeit ist von seiner Stimmung und der Umgebung abhängig, an die er sich anpasst. Von gut getarnten Brauntönen wechselt er blitzschnell zu einem leuchtenden violett.

Im Indischen Ozean und den Gewässern Südostasiens lebt der Buckel-Nasendoktorfisch. Dieser ist bräunlich und erreicht eine Größe von bis zu 90 Zentimetern. Der tagaktive Einhornfisch ist neugierig und spielt liebend gern. Besonders von den aufsteigenden Blasen der Taucher ist der Nasendoktorfisch hellauf begeistert. Doch das Anfassen sollten sich Taucher gut überlegen, denn die scharfen Stacheln schneiden durch Tauch-Handschuhe und können Sportler schwer verletzen.

(Bild: mirecca – adobe.stock)

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