Mondfische sind ein begehrtes Motiv für Unterwasser-Fotografen. Ihre Seltenheit und ihr merkwürdiges Aussehen faszinieren Taucher schon seit langem. Die riesigen, etwas klobig wirkenden Fische bevorzugen die warmen Gewässer der Meere und sind Tauchern gegenüber meist neugierig.

Mondfische besitzen viele Namen, wie „Mola mola“, nur „Mola“ oder „Sonnenfisch“. Sie leben schon seit über 50 Millionen Jahren in den Weltmeeren. Schon zu Zeiten der Dinosaurier tummelten sich Mondfische in den Gewässern. Mittlerweile sinkt der Bestand erheblich. Die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) stufte den Mondfisch als gefährdete Tierart ein.

Die Art ist in den Meeren weit verbreitet, jedoch wird ihre Anzahl immer kleiner. Im Herbst haben Taucher in der Nordsee eine gute Chance auf ein Treffen mit dem riesigen Knochenfisch. Zwischen April und Juni halten sich Mondfische gerne in den Gewässern der spanischen Medas-Inseln auf. Vor Irland und in den warmen Gewässern von Bali und Ecuador lassen sie sich gern an der Wasseroberfläche treiben.

Teilweise legen sich die Fische auf die Seite, während sie an der Wasseroberfläche wiegen. Forscher haben zwei Theorien zu diesem Verhalten. Sie könnten sich entweder nach einem langen Beutezug in den Tiefen des Meeres von der Sonne wärmen lassen oder sie lassen sich von Putzerfischen und Seevögeln säubern. Die Reinigung konnte schon des Öfteren beobachtet werden.

Gegenüber Tauchern verhalten sich Mondfische in der Regel sehr freundlich. Die meisten Tiere sind in den ersten Momenten auffallend neugierig und nähern sich gemächlich in Richtung der Sportler. Einige andere sind jedoch eher zurückhaltend und der nähere Kontakt sollte in diesen Fällen nicht erzwungen werden. Während eines Nachttauchgangs können Taucher die leuchtenden Mondfische beobachten. Diese strahlen nachts ebenso Silber wie der Mond am Himmel.

Weltmeister der Fortpflanzung

Der Mondfisch besitzt keine Schuppen, sondern eine bis zu acht Zentimeter dicke Hautschicht. Diese besteht in den unteren Bereichen aus einer festen und lederartigen Lage, welche von einer elastischen Schicht überzogen ist. Das Höchstalter ist noch weitestgehend unbekannt. Forscher sind sich jedoch einig, dass der Mondfisch über 100 Jahre alt werden kann. 

Ein Mondfisch legt sich an der Wasseroberfläche auf die Seite
(Bild: Andrea Izzotti – adobe.stock)

Mondfische sind Einzelgänger. Ein Aufeinandertreffen ist meist mit der Paarung verbunden. Die Weibchen legen 300 Millionen Eier ab. Dies ist die höchste Zahl während eines Laichvorgangs. Damit steht der Mondfisch als fruchtbarster Fisch der Welt sogar im Guinness-Buch.

Sein Skelett besteht beinahe ausschließlich aus reiner Knorpelmasse. Die Schwimmblase fehlt komplett, was den Tauchgang bis in eine Tiefe von 500 Metern vereinfacht. In den tiefen Bereichen der Meere suchen sie nach ihrer Beute. Diese besteht aus Quallen, Schlangensternen, kleinen Fischen und Krebstierchen. Der Mondfisch besitzt keine Zähne, sondern eine Art Schnabel. Durch das Fehlen des Gebisses verschlingt er seine Nahrung an einem Stück. Seine Körperlänge beträgt bis zu 3,30 Metern. Mit bis zu 2,3 Tonnen ist er der größte und schwerste Knorpelfisch der Welt.

(Bild: Thomas Kranenberg – adobe.stock)

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