An der Grenze zu Brandenburg liegt der Schmale Luzin. Besonders für Makro- und Tieftaucher bietet der See einige Highlights. Zwischen einer Holzkutsche und Baumstämmen können Taucher auf Fischotter und große Zander treffen.

Im Südosten von Mecklenburg-Vorpommern liegt der Schmale Luzin im Naturpark „Feldberger Seelandschaft“. Der Rinnensee entstand in der letzten Eiszeit durch das Schmelzen des Gletschereises in der Nähe des Sees. Nach dem Rückgang dieses Eises blieb der Schmale Luzin mit Wasser gefüllt und wurde über die Jahrhunderte zu einem Tauchspot für Unterwassersportler.

Der See besitzt eine Länge von sechs Kilometern und eine Breite von etwa 300 Metern an der breitesten Stelle. Der Zugang ist über ein Pondon am einfachsten, denn über das Ufer gelangen Taucher schnell in die tieferen Bereiche des Gewässers. In manchen Bereichen erreicht der See schon nach wenigen Metern eine Tiefe von etwa zwölf Metern. Insgesamt besitzt der Schmale Luzin eine Tiefe von maximal 34 Metern.

Zwei Fischotter im See
(Bild: Naturecolors – adobe.stock)

Muscheln und Wasserschnecken entdecken

Die Sichtweiten betragen meist bis zu 15 Metern. In dem lichtgrünen Wasser können Taucher auf große Hechte, Schwärme von Barschen und die ein oder andere Schleie treffen. Das Wrack eines hölzernen Fischkahns liegt auf dem Grund des Sees. Ausgedientes Emaille-Geschirr und alte Keramik können Taucher ebenfalls zwischen Süßwasserschwämmen entdecken. Die Schwämme erreichen eine Größe von bis zu anderthalb Metern. In der Nähe befinden sich meist Dreikantmuscheln und andere Muschelarten.

In den seichteren Bereichen des Sees befinden sich mehrere Findlinge in verschiedenen Größen und umgestürzte Bäume.Besonders Makro-Fotografen sollten sich die Stämme genauer ansehen. In den Ritzen der Rinde tummeln sich einige Kleinstlebewesen. Der Schmale Luzin beheimatet 30 verschiedene Wasserschnecken-Arten.   

Neben verschiedenen Seegraswiesen krabbeln kleine Krebse und Aale verstecken sich in den steilen Wänden des Sees. Eine alte Holzkutsche steht auf dem Grund. Scheinbar bog der Kutscher das ein oder andere Mal falsch ab und landete schließlich im Schmalen Luzin. Zwischen hohen Armleuchteralgen schwimmen meist lustige Fischotter und liefern sich ein Wettrennen mit den Tauchern.

(Bild: kentauros – adobe.stock)

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