Die Malediven sind den meisten nicht als Wrackparadies bekannt, doch ein Besuch der „Maldive Victory“ lohnt sich. Das Frachtschiff liegt nicht weit von der Hauptinsel entfernt und kann von fortgeschrittenen Tauchern komplett erkundet werden.

Nachdem die „Maldive Victory“ im Jahr 1981 auf ein Riff prallte, sank der Frachter innerhalb weniger Minuten. An einem Freitag, den 13. bettete sich das Schiff auf den sandigen Grund in einer Tiefe von 32 Metern. Sie liegt vor der Flughafeninsel Hulhulé im Nord-Malé-Atoll der Malediven.

Der Tauchgang sollte angesichts der Tiefe und der teils starken Strömungen nur von erfahrenen Tauchern durchgeführt werden. Das Wrack kann ganzjährig erkundet werden. Die Wassertemperaturen liegen in den kalten Monaten bei etwa 18 Grad. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen bis auf 30 Grad. 

Umgeben von Falterfischen und Mantarochen

Das bekannteste Wrack der Malediven besitzt eine Länge von 110 Metern und eine Breite von etwa 13 Metern. Taucher können das Wrack von außen bei hervorragenden Sichtweiten von bis zu 30 Metern gut erkunden. Die Chancen stehen gut, dass während der Entdeckungstour ein Mantarochen oder der ein oder andere Walhai entspannt an den Tauchern vorbei schwimmt.

Die „Maldive Victory“ steht aufrecht auf dem Kiel, als würde sie nur eine kurze Pause einlegen. Der Lademast ragt in bis acht Meter unter die Wasseroberfläche hinauf. Teils wird das Wrack mit bunten Korallen bedeckt, um die sich Falterfische, Lippfische und kleine Falkenfische tummeln. Große Schulen von Stachelmakrelen umgeben die Victory und ab und zu gleiten Meeresschildkröten vorbei.

Von Nacktschnecken über Muränen bis zu Feuerfischen ist vieles vertreten

Das Innere des Wracks kann komplett betaucht werden. Besonders Makro-Taucher können verschiedene Nacktschnecken-Arten, kleine Fische und Seepferdchen erforschen. Die Kabine des Kapitäns wird von griesgrämig dreinblickenden Muränen bewohnt. Die Besatzung des Frachtschiffes besteht mittlerweile aus gefährlichen Feuerfischen, dicken Kugelfischen und Fledermausfischen. Strenge Soldatenfische scheinen teilweise die Eingänge zu beobachten, doch freundliche Taucher lassen sie gern auf einen Besuch herein.

(Foto: Archiv – divernet.com)

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