Abtauchen in eine andere Welt mit einem Gefühl von Schwerelosigkeit ­ das ist der Tauchsport. Millionen Menschen haben mit der Unterwasserwelt eine Leidenschaft für sich entdeckt, jedoch ist der Extremsport mit Risiken verbunden und muss gelernt sein.

Schon 300 vor Christus formulierte Archimedes das Prinzip des Auftriebs. Dieses lässt sich auch beim Tauchen beobachten. Für eine Tarierung müssen sich die Auftriebskraft und das Gewicht des Körpers ausgleichen. Um das Gewicht auszugleichen, gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Verwenden von zusätzlichen Bleigewichten, das Anpassen der Luftmenge in der Tarierweste sowie die Tarierung über die Atmung.

Bereits vor einigen tausend Jahren wagten sich die ersten Taucher in die Tiefen des Meeres. Damals überwiegend zur Nahrungssuche. Mit zunehmendem Handel bekam das Tauchen jedoch auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Mit Perlen, verlorenen Schätzen oder dem Bergen versunkener Fracht konnte man das Auskommen sichern.

Schon Aristoteles schrieb von Hilfsmitteln für Taucher

In der Frühphase des Tauchens gab es noch keine Hilfsmittel. Die Taucher mussten so lange wie möglich die Luft anhalten, um die Unterwasserwelt zu entdecken. Trainierte Perlentaucher erreichten schon früher Tiefen bis zu 70 Meter. Heute erreichen Apnoetaucher ohne zusätzliche Luftversorgen Tiefen bis zu 125 Meter.

Schon früh suchten Menschen nach Möglichkeiten, mit der Hilfe eines Luftvorrates länger unter Wasser bleiben zu können. Aristoteles beschrieb um 350 vor Christus einen Taucher, der sich zu diesem Zweck einen Topf über den Kopf gestülpt hatte. Auch Tauchglocken soll es bereits in der Antike gegeben haben.

Zeichnung eines alten Tauchanzuges

1715 wurde die erste Tauchtonne, eine Art Konservendose mit Fenster und Armschläuchen, erfunden. Das Problem dieser Konstruktion war jedoch, dass Körper und Arme unterschiedlichem Wasserdruck ausgesetzt waren, womit letztendlich nur kurze Tauchgänge möglich waren.

Im 18. Jahrhundert hatte der Wissenschaftler Edmund Halley erstmals eine konkrete Idee, wie man Luft in eine Tauchglocke nachliefern könnte. Mit einem Schlauch von oben versorgte er die Taucher mit Sauerstoff. Bis das System jedoch so weit perfektioniert war, dass man damit tatsächlich lange unter Wasser bleiben konnte, vergingen noch Jahre.

Den ersten Tauchanzug entwickelte der für seine innovativen Ideen bekannte Leonardo da Vinci um das Jahr 1500. Er bestand aus Schweinsleder und hatte eine Kappe, in die da Vinci zwei Glaslinsen einarbeitete. Ein Blasebalg mit zwei Schläuchen sollte den Taucher mit Luft versorgen.

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