Der Delfin: Das heilige Tier der Antike

Ein Delfin guckt aus dem Wasser

Der Gewöhnliche Delfin ist seit Jahrhunderten der bekannteste seiner Art. In der Antike galten Delfine sogar als heilige Tiere. Seine Vorfahren waren an Land lebende Säugetiere. Diese gingen vor Millionen Jahren zu einem Leben im Wasser über. Sie kommen in fast allen Meeren vor. Delfine gehören zu der Gruppe der Wale. Genauer gesagt zu den Zahnwalen.

Durch ihren stromlinienförmigen Körperbau sind sie die perfekten Schwimmer. Eine Delfin Schule schwimmt mit einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde. Werden Delfine gejagt und befinden sich in Extremsituationen, erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Durch ihre Schnelligkeit und ihr verspieltes Wesen, sehen Bootsfahrer des Öfteren Delfine auf ihren Bugwellen reiten.

Der Gewöhnliche Delfin kann bis in eine Tiefe von 300 Metern tauchen. Dabei können sie bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben. Mit Schnattern, Klick-Lauten oder verschiedenen, anderen Geräuchen verständigen sie sich untereinander. Für Menschen sind einige dieser Geräusche kaum zu hören.

Drei Delfine springen aus dem Meer
(Bild: willyam – stock.adobe.com)

Der farbigste Wal der Welt

Auf dem Kopf des Delfins befindet sich die sogenannte „Melone“. Sie ist ein sehr wichtiges Organ zur Orientierung. Mit ihrem Echoortungssystem spüren sie unter anderem ihre Beute auf. Über der Melone befindet sich das Blasloch, mit dem Delfine atmen. Delfine besitzen ein recht großes Gehirn. Dadurch zählen sie zu den intelligentesten Tieren der Welt.

Der Rücken ist schwarz oder braun gefärbt. Mit seinen gelblich-grauen Flanken ist er der farbigste Vertreter der Wale. Die Färbung variiert jedoch von Region zu Region. In manchen Gebieten fehlt den Delfinen die Färbung ihrer Flanken vollständig.

Insgesamt erreicht der Delfin eine Länge von höchstens 2,40 Metern. Das entspricht einer Länge von der Breite eines LKWs. Dabei haben sie ein Gewicht von bis zu 75 Kilogramm. In ihrem schnabelförmigen Maul befinden sich bis zu 65 Zähne pro Kieferhälfte. Das macht ihn zu einem der zahnreichsten Säugetiere.

Delfin Schule unter Wasser
(Bild: tsuneomp – stock.adobe.com)

Ein funktionierender Familienverband

Auf dem Speiseplan der Delfine stehen Fische und seltener auch Tintenfische. Meist jagen Delfine zu zweit oder in Gruppen. Diese sozialen Verbände, in denen Delfine leben, umfassen bis zu 1000 Tiere. Die Verbände sind eher Familiär eingestellt. Sie sorgen füreinander und passen aufeinander auf. So wurden schon verwundete Delfine beobachtet, wie sie beim Schwimmen von Artgenossen unterstützt und zum atmen an die Meeresoberfläche gebracht wurden.

Delfine pflanzen sich in einem Alter zwischen neun und 13 Jahren fort. Meist bekommen Delfin-Weibchen nur ein Junges. Da die Muttermilch meist nicht für Zwillinge reichen würde und dann beide Delfinkinder nicht überleben würden. Die Geburt dauert meist um die zwei Stunden, bei der das Neugeborene mit der Schwanzflosse zuerst auf die Welt kommt. Würde es mit der Schnauze zuerst geboren, würde es ertrinken. Nach der Geburt schubst die Mutter ihr Junges an die Oberfläche für seinen ersten Atemzug. Auch in diesen Situationen schützen die Verbände das Delfin-Weibchen mit ihrem Neugeborenen vor möglichen Haiangriffen.

(Bild: natasnow – stock.adobe.com)

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