Ein Tauchgang im Mittelmeer bringt viele schöne Eindrücke mit sich. Vor der Küste Kroatiens liegen über 1.500 versunkene Wracks, die zum Erkunden locken. Besonders beeindruckend sind die versunkenen Schätze am Meeresgrund vor der Küste von Vis.

Mit Kriegsschiffen, U-Booten und auch Flugzeugen liegt ein kleines Stück Geschichte vor der Insel mit den römischen Ruinen. Vor vielen Jahren waren die umliegenden Gewässer ein Militärgebiet, in dem keine Besucher erlaubt waren. Erst im Jahr 1991 wurde das Gebiet für den Tourismus und für Taucher freigegeben. Um Vis herum liegen Wracks aus verschiedenen historischen Epochen, da das Gebiet auf Handelswegen und Militärrouten lag.

Das Wrack des Frachtschiffs wurde zum lebendigen Korallenriff

Das 105 Meter lange griechische Frachtschiff „Michael N. Maris“ ist das größte Wrack in der Region um Vis. Auf dem Weg nach Triest lief das Schiff im Jahr 1932 auf ein Riff auf und sank wenige Stunden später. Das Wrack befindet sich in einem guten Zustand und ist mit Korallen bewachsen und von etlichen Meeresbewohnern umgeben. Das Innere des Wracks lässt sich von mehreren Eingängen aus erkunden. Da das Frachtschiff sich in Tiefen von 60 bis 80 Metern befindet, ist das Tauchen nur für technische Taucher gestattet.

In geringen Tiefen das Dampfschiff „Teti“ entdecken

Für ein Erlebnis in geringen Tiefen kann das Dampfschiff „Teti“ betaucht werden. Das Handelsschiff ist in einer stürmischen Nacht im Jahr 1930 auf Grund gegangen. Nachdem die Besatzung aus dem Schiff gerettet wurde, wurde das Schiff aufgrund seiner starken Beschädigungen nicht geborgen. Letztendlich verschwand die „Teti“ unter der Meeresoberfläche. Der Bug liegt in etwa zehn Metern Tiefe und wird von Fischen als Lebensraum genutzt. In einer Tiefe von 20 Metern liegt der große Dampfkessel und ab etwa 34 Metern kann man das Heck des Dampfers bestaunen.

Tauchgang des gigantischen Wracks für Anfänger und Fortgeschrittene

Das Wrack der „Vassilios T.“ ist eines der größten Wracks in der Adria. Um das 104 Meter lange Dampfschiff zu erkunden, braucht es einige Stunden. Der Bug befindet sich in einem guten Zustand und ist am einfachsten zu erkunden. Während er sich in etwa 20 Metern befindet, liegt das mit Korallen bewachsene Heck in Tiefen bis zu 55 Meter und ist nur von erfahrenden Tauchern zu erkunden.

Das letzte Modell der „Liberator“ in den Tiefen erkunden

Der amerikanische Bomber „B24 Liberator“ versank während des Zweiten Weltkrieges vor der Küste von Vis. Bei dem Aufprall auf die Meeresoberfläche brachen der Rumpf und das Heck des Fliegers auseinander. Der Hauptteil des Wracks liegt in einer Tiefe von 39 Metern, wer jedoch nach dem abfallenden Plateau weitertaucht, findet in einer Tiefe von etwa 50 Metern das Heckteil und den Propeller des Bombers.

Das kleine Fischerboot am Meeresgrund

Nach einem Aufprall an einer Bucht sank das Fischerboot „Fortunal“ auf den Meeresgrund. Das Boot befindet sich noch in einem guten Zustand und an Bord können alte Fischernetze und weitere Bootsausstattung entdeckt werden. Die „Fortunal“ sank im Jahr 1997 und befindet sich in Tiefen von 35 bis 50 Metern.

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