Die Begegnung mit einem Hammerhai ist schon etwas Besonderes. Die spezielle Physiognomie sieht nicht nur spektakulär aus, sondern bietet dem Raubtier auch mehrere Vorteile.

Hammerhaie erreichen eine Größe von bis zu sechs Metern und erscheinen durch ihre sonderbare Kopfform recht bizarr. Die hammerähnliche Form des Kopfes brachte den Hai zu seinem Namen. Die Funktionen dieser besonderen Formung sind breit gefächert.  

Die Hammer-Form sorgt für den nötigen Auftrieb während des Schwimmens. Dafür sind die Brustflossen kleiner als bei anderen Haiarten. Hammerhaie nutzen ihren breiten Kopf teilweise, um ihre Beute auf dem Grund festzuhalten und mit einer geschickten Drehung des restlichen Körpers zu überwältigen.

Ein eingebauter Metalldetektor

Auf ihrem Speiseplan stehen neben kleinen Fischen auch Kraken und Rochen. Durch seine Kopfform wird die Wahrnehmung gestärkt. Die Nasenlöcher sind weit voneinander entfernt, was den Geruchssinn stark verbessert.

Eine große Schule Hammerhaie
(Foto: Aggi Schmid – adobe.stock)

Die Augen befinden sich links und rechts an den Enden des Hammers. Daher haben Hammerhaie einen 360-Grad-Rundumblick. Die Schnauze empfängt elektrische Signale anderer Lebewesen. So spürt der Hammerhai mühelos im Sand versteckte Rochen oder getarnte Tintenfische auf. Die Lebensdauer eines Hammerhais beträgt etwa 25 Jahre.

Tauchen mit einem Hammerhai

Nachts ist der Hammerhai alleine als Jäger unterwegs. Tagsüber bildet er mit etwa 100 anderen seiner Art große Schulen. In den Gewässern von Cocos-Island vor Costa Rica treffen Taucher auf Hammerhaischulen von bis zu 1.000 Tieren. Mit Sichtweiten von bis zu 30 Metern können Sportler die riesigen Schulen seelenruhig über sich hinweggleiten sehen. Diese Begegnungen sind für die Taucher komplett ungefährlich.

An der Isla Catalina vor der Dominikanischen Republik entdecken Tauchsportler bis zu sechs Meter lange Hammerhaie. Diese schwimmen während eines spannenden Wracktauchgangs an den alten Kanonen und dem Steuerrad vorbei. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Meist halten sich die Tiere in Tiefen von bis zu 20 Metern in Küstennähe auf.

(Foto: kaschibo – adobe.stock)

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