Mitten in der Karibik wartet ein echtes Highlight auf Freunde des Wracktauchens. Die USS Kittiwake wurde vor den Cayman Inseln versenkt. Um Tauchern den Einstieg zu erleichtern wurden zusätzliche Öffnungen in die Schiffswände gefräst.

Sie wurde 1945 als Navy Rettungsschiff eingesetzt und half 49 Jahre lang bei Missionen im Mittelmeer, dem Atlantik und der Nordsee. Die USS Kittiwake wurde 1994 nach langer Vorbereitungszeit in den Gewässern vor Grand Cayman an der westlichen Tauchwand, der „West Wall“ absichtlich versenkt. Sie wiegt 1.800 Tonnen, hat eine Höhe von 14 Metern und eine Länge von 77 Metern. In nur knapp 20 Metern Tiefe ruht das ehemalige Rettungsschiff auf weißem Sand und beherbergt viele Unterwasserbewohner.

Taucher sollten es bei der Erkundung der USS Kittiwake einfach und leicht zugänglich haben, sodass man vor der Versenkung mehrere Löcher sowie Ein- und Ausgänge in die Außenwände geschnitten hat. Großzügige Gänge, Kabinen und der Maschinenraum sowie die Dekompressionskammer können besichtigt werden.

USS Kittiwake Innenraum
(Bild: ead72 – stock.adobe.com)

Wer auf der Suche nach alten, gut erhaltenen Artefakten ist, kann auf fünf Decks, zwei Brücken und in einem Navigationsraum suchen. Hier gibt es das Steuerrad, die Schiffsschraube,die Tauchglocke und vieles mehr zu entdecken. Wer tiefer in das ehemalige Rettungsschiff eintauchen möchte, kann sich von einem Tauchführer durch ein Labyrinth aus Kammern, Kabinen, der Kapitänskajüte, der medizinischen Station und sogar einem Barbier-Salon führen lassen. Das Wrack wird von den unterschiedlichsten Meereslebewesen bewohnt. Unterwasserfotografen bekommen also jede Menge Motive vor die Linse.

(Bild: Wirestock – stock.adobe.com)

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