In allen Ozeanen der Welt können Taucher auf Buckelwale treffen. Während der Wanderung schwimmen die Tiere meist in Küstennähe. Ihre Gesänge sind die schönsten, die man im Tierreich hören kann. Durch ihr friedfertiges Verhalten, ist das Tauchen mit den Walen ein wahres Vergnügen.

Mit ihren fast 18 Metern Körperlänge, gehören Buckelwale zu den kleineren Walen. Ihre Flipper sind jedoch mit fünf Metern die längsten im Tierreich. Am Kopf und an den Flippern befinden sich einige Pickel, die die Größe eines Golfballs erreichen. Doch die Wale sind nicht in der Pubertät. Aus jeder kleinen Auswölbung wachsen borstenartige Haare. Der Buckelwal ist somit der einzige Wal mit Fell. Diese Haare haben sensorische Funktionen.

Auf ihrem Speiseplan stehen neben Krill auch kleine Fische und Plankton. Sie verschlingen bis zu anderthalb Tonnen Nahrung und das jeden Tag. Buckelwale haben eine besondere Jagdtechnik entwickelt. Sie umkreisen in kleinen Gruppen große Fisch- oder Krillschwärme und stoßen Luft in die Richtung ihrer Beute. Durch diese Luft entsteht ein Netz aus Blasen, welches die Fische nicht verlassen können. Jetzt können die Wale bequem hindurchschwimmen und ihre Beute verspeisen.

Buckelwal während eines Sprungs
(Bild: wildestanimal – stock.adobe.com)

Tauchen bis in 200 Meter Tiefe

Zweimal im Jahr wandern Buckelwale tausende Kilometer weit. Im Winter stehen die Chancen, auf einen Buckelwal zu treffen, in der Karibik sowie vor Hawaii und den ozeanischen Inseln sehr gut. In den Sommermonaten von April bis November lassen sich die Wale eher in den Gewässern Grönlands, Neuenglands und Islands entdecken. Vor allem im Norden Norwegens können Taucher den freundlichen Riesen beim Fischfang zusehen. Zwischen Mai und November ziehen tausende Buckelwale entlang der australischen Küste von Brisbane bis Sydney. Die Tauchschule „Sunreef Mooloolaba“ nördlich von Brisbane hat sich auf genau solche Begegnungen spezialisiert. Sie bietet sogar eigens Tauchgänge mit Buckelwalen an.

Buckelwale können eine Geschwindigkeit von 16 Kilometern pro Stunde erreichen. Die friedlichen Wale sind durch ihre recht langsame Schwimmweise eine leichte Beute für große Haie und Orcas. Im Durchschnitt können Buckelwale um die 50 Jahre alt werden. Trotz ihres eher plumpen Körperbaus mit einem Gewicht von etwa 36.000 Kilogramm sind sie akrobatisch begabt. Sie springen liebend gern aus dem Wasser, drehen ihren gesamten Körper und landen mit einem gewaltigen „Platsch“ wieder im Meer.

Buckelwal direkt unter der Meersoberfläche
(Bild: Magnus – stock.adobe.com)

Buckelwale können eine Tiefe von bis zu 200 Metern erreichen. Hierfür müssen sie an der Oberfläche Luft holen und mit Schwung Richtung Meeresgrund schwimmen. Während des Luftholens krümmt sich ihr Rücken zu einem Buckel, was ihnen zu ihrem Namen verholfen hat. Das Atmen der Wale ist nicht, wie bei den Menschen, ein Reflex des Körpers. Sie müssen sich immer selbst daran erinnern. Auch im Schlaf bleibt immer ein Teil des Gehirns wach, um das Atmen nicht zu vergessen.

Die Nummer 1 in der Hitparade

Berühmt sind die friedvollen Tiere vor allem durch ihre Gesänge. Männchen singen ihre Melodien bis zu 20 Minuten und wiederholen dabei die Melodie immer wieder. Doch die Wale haben keinen Ohrwurm, sie versuchen lediglich die Weibchen mit ihrem Gesang anzulocken. Genau wie Menschen, kommunizieren Buckelwale aus verschiedenen Regionen in verschiedenen Dialekten. Die Gesänge sind bis zu 190 Dezibel laut und können noch in einer Entfernung von 20 Kilometern gehört werden.

(Bild: Craig Lambert Photo – stock.adobe.com)

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1 Kommentar

  1. Super geschrieben! Da kriegt man richtig Lust darauf mit diesen tollen Tieren Mal einen Tauchgang zu unternehmen.

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