Das kleine, grüne Cocos Island im Pazifik beherbergt die größte Hammerhai-Population der Welt. Doch nicht nur ein Treffen mit großen Hammerhai-Schulen, sondern auch die Vielzahl anderer interessanter Meereslebewesen fasziniert Tauchsportler seit jeher. Von Sardinen bis zu Weißspitzen-Riffhaien, die nachts auf Beutezug gehen, gibt es in dieser Region einiges zu sehen.

Etwa 500 Kilometer vor Costa Rica liegt das unbewohnte Cocos Island. Die Vulkaninsel erstreckt sich über 24 Quadratkilometer und imponierte selbst Steven Spielberg, sodass dieser die Insel als Drehort für den Abenteuerfilm „Jurassic Park“ wählte.

Der Weg dorthin erfolgt über eine 36-stündige Bootstour von Costa Rica. Die See kann rau sein und ist nichts für sensible Mägen. Haben Taucher die Insel erst einmal erreicht, kann eine spannende Tauchtour beginnen. Cocos Island ist berühmt für die großen Hammerhai-Schulen. Diese umfassen bis zu 1.000 Tiere, die seelenruhig über die Köpfe der Taucher hinwegziehen. An einigen nahegelegenen Putzerstellen lassen sich die Haie von kleinen Putzgarnelen und Putzerlippfischen gründlich reinigen.

Die beste Reisezeit für Taucher

Die Chance auf Walhaie, Schwarzspitzen-Riffhaie und Mantas zu treffen, ist zwischen Juni und November besonders hoch. Bei klaren Sichtweiten von bis zu 30 Metern erkennen Taucher Karettschildkröten, Nördliche Schnapper und große Sardinen-Schwärme schon von Weitem.

Zwischen Juni und Dezember herrscht in der Region eine raue See und die Wellen können meterhoch ausschlagen. Durch das aufsteigende Plankton reduziert sich die Sichtweite auf zehn bis 25 Meter. Ab Januar steigen diese wieder auf bis zu 35 Meter. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen 24 und 30 Grad. Die Felsformationen unter der Wasseroberfläche bieten interessante Tunnelsysteme, einige Höhlen und unzählige Spalten, in denen sich ganze Muränen-Familien verstecken.  

Modells auf dem Grund des Pazifiks

Während eines Nachttauchgangs können Taucher einige Jäger auf ihrem Beutezug beobachten. Über 100 Weißspitzen-Riffhaie sind nach dem Einbruch der Dämmerung auf der Suche nach Stachelmakrelen, Barrakudas und Langusten. Auf dem Grund bewegen sich Darwin-Seefledermausfische fort, als würden sie geschminkt über einen Laufsteg wandeln.

Die Tauchgänge in den Gewässern von Cocos Island sind nur für erfahrene Taucher geeignet. Der Wellengang ist teilweise meterhoch mit sehr starken Strömungen und verschiedenen Sprungschichten. Vor dem Tauchgang erhalten die Sportler ein spezielles Briefing, in dem der nähere Kontakt zu Haien und das Verhalten der Taucher gegenüber den Großfischen genau erklärt wird.

(Bild: twenty20photos – envato)

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