Verlorene oder mit Absicht versenkte Fischernetze werden auf dem Grund des Meeres zu einer Bedrohung für große und kleine Meereslebewesen. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) macht seit 30 Jahren den Lebensraum der Schweinswale und Delfine sicherer, indem Sie Geisternetze aus den Ozeanen birgt. Vor Rügen wurden am vergangenen Wochenende 1,5 Tonnen dieser gefährlichen Netze an die Oberfläche befördert.

Die GRD wurde vor 30 Jahren von dem Pionier des Delfinschutzes Rollo Gebhard gegründet. Sie befreit die weltweiten Ozeane unter anderem von Geisternetzen und bietet Delfinen und Walen einen sichereren Lebensraum.

Delfine gewannen schnell das Herz des dreimaligen Weltumseglers Rollo Gebhard. 1991 gründete er die GRD, um die friedliebenden Meeressäuger zu schützen. Es leben etwa 40 verschiedene Delfinarten in den weltweiten Ozeanen. Eine Vielzahl dieser Meereslebewesen sind vom Aussterben bedroht. Über 300.000 Delfine und Wale sterben jährlich als Beifang in Fischernetzen.

Tatkräftige Unterstützung durch Tatort-Darsteller

Verlorene oder absichtlich versenkte Netze werden zu lautlosen Fallen in den Tiefen der Meere. In einer öffentlichen Bergungsaktion gingen am 13. und 14. August neun ehrenamtliche Taucher des GRD und das Schauspieler-Paar Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm, bekannt durch Fernsehserien wie Tatort und Schimanski, vor Rügen auf die Suche nach Geisternetzen.

Ein Delfin-Schwarm direkt unter der Wasseroberfläche
(Foto: artifirsov – adobe.stock)

Nach zwei arbeitsintensiven Tagen in der Ostsee konnte das Team insgesamt 1,5 Tonnen der gefährlichen Netze bergen. Die Wassertemperaturen lagen bei etwa acht Grad. Das Tauchteam um Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm erreichte Tiefen von etwa 25 Meter unter der Wasseroberfläche.

Förderung der GRD durch Patenschaft

Die Maßnahme des letzten Wochenendes vor Rügen soll mitunter ein Zeichen an die deutsche Politik sein, um weiterhin auf das Thema Meeresschutz aufmerksam zu machen.

Taucher können der GRD mit Spenden oder einer Patenschaft helfen, auch weiterhin die Meere zu reinigen. Nach Abschluss erhalten Paten eine Patenschaftsmappe, mit einer Beschreibung des „Patentieres“ und Informationen zu den jeweiligen Schutzprojekten.

(Foto: whitcomberd – adobe.stock)

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