Der Rekord-Versuch des Tauchsportlers Fabio Tunno im Bodensee ist knapp gescheitert. Tunno erreichte die für den deutschen Rekord ausreichende Tiefe von 70 Metern, erlitt jedoch nach dem Auftauchen einen kurzen Blackout.

Am gestrigen Tag startete Fabio Tunno einen Rekord-Versuch im Apnoe-Tieftauchen in der Disziplin „CWT B“ in einem See. „CWT B“ ist die Abkürzung für „Constant Weight with Bi-Fins“ (konstantes Gewicht mit zwei Flossen). Der aktuelle deutsche Rekord in dieser Disziplin wurde 2019 von Jens Stötzner aufgestellt. Stötzner erreichte eine Tauchtiefe von 64 Metern. Diese galt es für Fabio Tunno zu überbieten.

Getaucht wird ohne Hilfsmittel. Verschiedene Atem- und Entspannungstechniken werden genutzt, um diese Tiefen erreichen zu können. Mit einem Neoprenanzug und zwei Flossen stieg Tunno um 13 Uhr in den Bodensee. Begleitet wurde Fabio Tunno von drei Sicherheitstauchern und zwei Kampfrichtern der AIDA (Association Internationale pour le Développement de l´Apnée).

Rekordtiefe übertroffen, Versuch ungültig

Tunno musste nach einer Tiefe von knapp 40 Metern in die „Mouthfill“-Methode wechseln. So tauchte er weiter in die Tiefe. Nach den geplanten 64 Metern riss Tunno sogar die 70-Meter-Marke ab. Mit dem Rekord vor Augen begab er sich an den Aufstieg. Doch Glück und Unglück liegen manchmal dicht beieinander. Kurz vor Ablauf der geplanten drei Minuten tauchte der 34-Jährige aus dem Gewässer auf und erlitt einen kurzen Blackout. Durch diese Ohnmacht wurde der Rekord-Versuch abgebrochen und für ungültig erklärt.

Noch vor Ort wurde Fabio Tunno mit einem mobilen Sauerstoffgerät beatmet. Nur wenige Minuten nach seinem Ohnmachtszustand erholte er sich schnell. Nach ersten Angaben der Ärzte vor Ort sind keine Schäden an Lunge und Ohren erkennbar. Mit diesen Folgen müssen Apnoe-Taucher in großen Tiefen rechnen. Der Südwestdeutsche Rundfunk berichtet, dass es Fabio Tunno mittlerweile wieder besser geht.

(Foto: Dudarev Mikhail – adobe.stock)

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