Das Tauchen in den Gewässern Mexikos gehört für viele passionierte Sportler zu einem interessanten Tauchurlaub dazu. Meist wird die Insel Cozumel bei der Planung außer Acht gelassen. Doch hier stoßen Taucher auf Ammenhaie, Meeresschildkröten und kleinste Seepferdchen, die sich hinter bunten Korallen verstecken.

Östlich vor der Halbinsel Yucatan in Mexiko liegt Cozumel. Die Karibikinsel misst eine Gesamtfläche von etwa 478 Quadratkilometern und ist somit die drittgrößte Insel Mexikos. Besonders die Westküste der Insel ist für Taucher interessant, denn hier befinden sich zahlreiche spannende Tauchplätze und das zweitgrößte Barriereriff der Welt.

Die Gewässer von Cozumel lassen sich ganzjährig betauchen. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer zwischen 25 und 28 Grad, während sie im Winter auf etwa 20 Grad abfallen. Besonders Anfänger können von Mai bis September die Unterwasserwelt erkunden. In diesen Zeiten ist das Wasser besonders ruhig und die Tauchplätze sind nicht überfüllt.

Ein interessantes Korallenriff mit verschiedenen Rifffischen
(Foto: damedias – adobe.stock)

Zwischen Königskrabben und giftigen Kofferfischen

Im Nordwesten der Insel befindet sich das „Paradise Reef“. Die Sichtweiten des kristallklaren Wassers liegen meist bei etwa 35 Metern. Zwischen bunten Gorgonienwäldern verstecken sich bis zu zwei Meter lange Muränen, türkise Karibische Oktopoden und prächtige Königskrabben. Die Chancen, auf einen stattlichen Bullenhai zu treffen, stehen von November bis März gut.

Weiter südlich liegt die „Paso Del Cedral“. Hier können die Strömungen besonders in den Bereichen der Tunnel und Überhänge etwas stärker sein. Während eines Tauchgangs an den üppig bewachsenen Steilwänden treffen Tauchsportler auf bunte Papageienfische, endemische Korallen-Krötenfische und kantige Kofferfische.

Schildkröte mit Taucherin in den Gewässern von Cozumel
(Foto: Brian Lasenby – adobe.stock)

Jamaika-Stechrochen am „Palancar Riff“

Der Südwesten der Karibikinsel bietet das „Palancar Riff“ mit riesigen Schwärmen von Grunzerfischen und Jamaika-Stechrochen. Unter der Wasseroberfläche können Sportler lange Tunnel und spektakuläre Canyons erkunden. Diese sind teils mit Korallen in allen Farben und Formen bewachsen und beherbergen Kaiserfische, anmutige Langusten und kleinste Seepferdchen.

In den seichten Bereichen des Riffs stoßen Taucher über sandigem Grund auf schimmernde Pferdemakrelen, Gitarrenrochen und große Zackenbarsche. In verschiedenen Unterwasser-Höhlen tummeln sich kleine Süßlippen-Schulen, während der ein oder andere Schwarzspitzen-Riffhai über die Köpfe hinweg schwimmt.

(Foto: lunamarina – adobe.stock)

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