Sibirien ruft! Im weltberühmten Baikalsee treffen Taucher auf einzigartige Unterwasserlebewesen wie die faszinierenden Baikal-Robben. Das Gebot der Stunde lautet jedoch: warm anziehen!

Der Baikalsee befindet sich in Ostsibirien inmitten des asiatischen Kontinents. Mit einer Länge von 636 Kilometern und einer Breite von 81 Kilometern an der weitesten Stelle belegt der See den siebten Platz der größten Binnengewässer der Welt. Seine Fläche beträgt 31.500 Quadratkilometer.

Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig bei etwa sechs Grad. Ein sieben Millimeter Trocki und Kaltwasserautomaten sind ein absolutes Muss. Die Sichtweiten erreichen im Juni bis zu 30 Meter. Die Algenblüte zwischen Juli und August verringert die Sicht auf bis zu acht Meter.

Ein Paradies für Makrofotografen

Der Einstieg erfolgt entweder über das Ufer oder vom Boot aus. Mit einem Tragflächenboot kann jeder Tauchplatz angefahren werden. Der Baikalsee geht terrassenförmig in die Tiefe. Bis zu 80 Meter können Taucher im seichten Gewässer die Unterwasserlebewesen erforschen. Makrofotografen entdecken auf moosbedeckten Steinen kleine Schnecken und flinke Krebse.  

Verschiedene Flohkrebse warten auf ihre Beute, die aus Fischkadavern und herabfallendem Laub besteht. Finden sie diese, stürzen sie sich regelrecht auf ihr Buffett. In kürzester Zeit nagen sie den Kadaver bis auf die Gräten ab. Der Gammarus-Flohkrebs besitzt etwa die Größe einer Faust. Die Krebse machen ganze 90 Prozent der Biomasse des Baikalsees aus.

Baikal-Robben sonnen sich auf Felsen im Baikalsee
(Bild: Alexander – adobe.stock)

Einzige Süßwasser-Robbe der Welt

Mit einer maximalen Tiefe von 1.642 Metern ist der Baikalsee der tiefste See der Welt. Die beeindruckenden Felsformationen bieten Groppen in verschiedenen Farben den passenden Unterschlupf. Zwischen Steilwänden und Grotten treffen Taucher auf Golomjanka und den ein oder anderen Omul, zwei Süßwasserfische, die im Baikalsee beheimatet sind. Die bekannte Baikal-Robbe schwimmt mitunter neugierig an Tauchsportlern vorbei und spielt mit den aufsteigenden Luftblasen. Sie ist die einzige Robbenart der Welt, die im Süßwasser ihre Heimat gefunden hat.

Etwa 50 Prozent der Tiere des Sees sind endemisch. Sie kommen nur in der Region des Baikalsees vor. Verschiedene exotische Pflanzen, wie die baikalischen Schwämme besiedeln Holzstämme, welche sich auf dem Grund befinden, und so manche Steilwand. Sie sind in zahlreicher und hoher Form anzutreffen. In einigen Bereichen erinnern sie an ein Korallenriff. Sie ragen bis etwa einen Meter in die Höhe und verstecken kleine Krebse und große Baikal-Groppen.

(Bild: Victoria – adobe.stock)

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