Zwischen großen Schulen von Riff-Fischen ruhen alte Militärfahrzeuge in den Gewässern vor der jordanischen Stadt Aqaba. In dem Cockpit des Helikopters befinden sich mittlerweile Seesterne und Garnelen. Taucher können jeden Winkel genau erforschen und auf eine militärische Reise gehen.

Der einzige Tauchspot Jordaniens liegt vor der Küste Aqabas im Westen des Landes. Das jordanische Militär spendete einige ausgediente Militärfahrzeuge. Die umweltgefährdenden Substanzen und Materialien wurden vor der Versenkung entfernt. Ein Kran ließ die ehemaligen Land- und Luftgefährte auf den Grund des Roten Meeres hinab. Die 21 militärischen Objekte liegen auf dem Grund bis in eine Tiefe von 28 Metern.

Vom Strand aus können sich Taucher auf den Weg in das Militärmuseum begeben und dieses erkunden. Bei Sichtweiten von über 25 Metern patrouillieren Rotfeuerfische und farbenfrohe Schleimfische zwischen den Kampfhubschraubern, Krankenwagen und einem Truppentransporter.

Ein militärischer Helikopter in den Gewässern vor Aqaba

Zwischen Sergantfischen und Panzern

Der schlicht „The Tank“ benannte Panzer befindet sich in einer Tiefe von sieben Metern. Der Flugabwehrpanzer vom Typ M42 Duster misst sechs Meter in der Länge und drei Meter in der Breite. Zwischen den Ketten tummeln sich Muränen und Korallenwächter. Die Zwillingskanonen befinden sich in einem sehr guten Zustand und der Schützenturm kann erforscht werden. Makro-Taucher können in den Ecken und Winkeln des Dusters kleine Nacktschnecken, freche Krabben und Garnelen entdecken.

Während verschiedener Nachttauchgänge wirken der Militärkran und die ausgediente Flak etwas unheimlich, während sich die Weichkorallen in der Strömung wiegen. Sergantfische und Juwelenfahnenbarsche bewachen die Wracks.

Das Militärmuseum soll Tauchern eine Alternative zu den natürlichen Riffen des Roten Meeres bieten, um letztere vor dem Massentourismus zu schützen. Tauchsportler begegnen an den Wracks verschiedenen Schwämmen und bunten Korallen, in denen sich Riffbarsche und Papageienfische tummeln.  

(Bild: Дмитрий Ефремычев – adobe.stock)

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