Das Shark-Finning bedroht die globale Hai-Population. Haiflossen werden von gefangenen Tieren abgetrennt, die dann brutaler Weise zurück ins Meer geworfen werden. Jetzt können alle ihre Stimme abgeben, um die Tierquälerei zu beenden.

Das Abtrennen der Finne und anderer Flossen des Hais bezeichnet man als „Shark-Finning“. Der Hai wird nach dem Abtrennen uninteressant und lebendig ins Meer zurückgeworfen. Er ist jedoch nicht mehr schwimmfähig und sinkt auf den Grund des Meeres. Da seine Kiemen nicht mit Wasser gespült werden können, erleidet er über mehrere Tage einen qualvollen Erstickungstod, wenn er anderen Fleischfressern nicht zum Opfer fällt. Diese beiden Alternativen und haben nichts mit dem nötigen Respekt zu tun, den die Tiere verdienen.

Die abgetrennten Flossen werden an Land gebracht, getrocknet und weiterverkauft. China und Japan gehören weltweit zu den Hauptabnehmern. Dort werden sie für traditionelle Medizin und als teure Speise angeboten. Besonders Haifischflossen-Suppe wird in China in verschiedenen Restaurants empfohlen.

Abgetrennte Haifischflossen
(Bild: ajkramer – adobe.stock)

Illegales Finning durch wenig Überwachung

Im östlichen Pazifik ist das Finning bereits verboten. Im Indischen Ozean und dem restlichen Pazifik werden Haie jedoch weiterhin gefangen und gefinnt. Das „Shark-Finning“ ist in EU-Gewässern und auf EU-Schiffen bereits verboten, doch das Abtrennen findet illegal statt. Auf den Meeren findet keine ausreichende Überwachung statt. Die EU gehört zu den größten Flossen-Exporteuren der Welt. Spanien und Portugal sind die Hauptakteure des Haifangs weltweit.

Die Hai-Population sank in den letzten Jahren erheblich. Forscher vermuten einen engen Zusammenhang mit dem Shark-Finning. Internationale Fischereibehörden sind sich einig, dass das Fangen von Haien im Atlantik und Mittelmeer verboten werden muss.

Wie können Taucher helfen?

Bis Oktober 2021 sollen Unterstützungsbekundungen gesammelt werden. Eine EU-Bürgerinitiative sammelt Stimmen, um den Handel mit Haifischflossen komplett zu untersagen. Die Aktion „Stop Finning“ erreichte bislang 219.509 Stimmen. Diese Verordnung soll sich nicht nur auf das Shark-Finning beschränken, sondern den Flossen-Handel komplett beenden. Darunter zählen die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Flossen. Um die Haie und das Ökosystem zu schützen, können Taucher ihre Stimme online abgeben.  

(Bild: Tatiana Shepeleva – adobe.stock)

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