Die Atlantik-Küste des US-Bundesstaates Delaware wurde 2001 von Grund auf neugestaltet. Nach zahlreichen Tests konnten alte Waggons im Redbird Reef versenkt werden. Mittlerweile hat sich das Riff zu einem Tauchspot gemausert und zieht passionierte Taucher aus aller Welt an.

Delaware liegt an der Ostküste der USA. Die Wassertemperaturen liegen in der kalten Jahreszeit bei durchschnittlich zehn Grad. Im Sommer steigt sie auf über 20 Grad. Der sandige Grund in den Gewässern Delawares bereitete den Umweltämtern lange Kopfzerbrechen. Denn auf losem Meeresboden können sich keine Fische oder Muscheln ansiedeln.

Die letzte Fahrt führte auf den Grund des Atlantiks

Im Jahr 2001 konnte man dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die ausrangierten U-Bahn-Waggons der New Yorker Metro enthielten einen geringen Anteil Asbest, was die Entsorgung an Land kostspielig gemacht hätte. Nach zahlreichen Tests wurde der erste Waggon der Linie R36 vor Delaware versenkt. Der Asbestanteil des Waggons soll so gering sein, dass keine Gefahr besteht.

Der Waggon wurde entkernt und alle Fenster entfernt, um Tauchern und Fischen Ein- und Ausgänge bereit zu stellen. Mittlerweile ruhen mehr als 1.000 U-Bahn-Waggons auf dem Grund des Redbird Reefs vor Delaware. Durch die roten Waggons und die Erinnerung an das ohrenbetäubende Quietschen während der Fahrt bekam das Riff seinen Namen.

Zwischen Fischschwärmen im Redbird Reef

Neben den zahlreichen U-Bahn-Waggons ruhen hunderte Schiffe und etwa 400 ausgediente Panzer auf dem sandigen Grund. Teilweise wurden auch Kühlschränke, Fahrräder und Einkaufswagen platziert, um den Fischen weitere Versteckmöglichkeiten zu bieten.

Mittlerweile leben Muscheln, Austern und Hummer im Redbird Reef. Im Inneren der Waggons tummeln sich Makrelen, Barsche und Flundern. Seit der Versenkung des ersten Waggons ist die Menge an Plankton und Unterwasserlebewesen um das 400-fache gestiegen.

(Bild: Nicole – adobe.stock)

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