Vor der Küste der Isla Mujeres befindet sich der größte Skulpturenpark weltweit. Zwischen Bullenhaien, Segelfischen und Buckelwalen entdecken Taucher zahlreiche Exponate. Unter anderem stehen Statuen spielender Kinder, Erwachsene und ein VW Käfer auf dem sandigen Grund. 

Vor der mexikanischen Ferieninsel Isla Mujeres nördlich von Cancun liegt der 2009 eröffnete Skulpturenpark MUSA (Museo Subacuatico de Arte). Die nahegelegenen natürlichen Riffe sollen entlastet werden. Durch zwei Hurrikans im Jahr 2005 wurde das Ökosystem der natürlichen Riffe schwer belastet.

Mit Skulpturen des britischen Künstlers Jason de Caires Taylor wurde ein künstliches Riff erbaut. Mittlerweile siedeln sich Fächerfische, Skorpionfische und verschiedene Muschelarten an. Tauchsportler treffen vor der Küste der Isla Mujeres außerdem auf Schwarzspitzen-Riffhaie, Mantarochen und Karettschildkröten.

Rote Algen umgeben den „Mann im Feuer“

Das MUSA lässt sich ganzjährig betauchen bei Wassertemperaturen über 25 Grad. In den Wintermonaten können Taucher auf Blauwale, Grindwale und riesige Buckelwale stoßen. Dutzende Walhaie besuchen das karibische Meer vor der Isla Mujeres von Juni bis September.

Die Strömungen sind sehr gering und die maximale Tauchtiefe des MUSA liegt bei etwa zehn Metern. Das türkisblaue Wasser lässt Sichtweiten von über 20 Metern zu. So entdecken Taucher schon aus weiter Entfernung die „Gärtnerin der Hoffnung“ und das „Archiv der verlorenen Träume“. Der „Mann im Feuer“ wurde mit rot-leuchtenden Algen versehen, um den Effekt der Statue hervorzuheben.

Muränen besiedeln einen VW Käfer

Auf dem weißen Sandboden ruht neben einer großen Gruppe menschlicher Statuen auch ein VW Käfer. Natürlich kein echtes Modell. Diese Skulptur wurde, wie alle anderen Figuren auf dem Grund, aus Zement gefertigt. In die Scheiben wurden Löcher eingearbeitet, um den Meeresbewohnern ein heimeliges Schlupfloch zu bieten. Hier schaut dem Tauchsportler die ein oder andere Muräne entgegen.

Mittlerweile wachsen farbenfrohe Korallen auf insgesamt 450 verschiedenen Statuen. Die Anzahl der Skulpturen soll in den nächsten Jahren noch erweitert werden. Zwischen den Figuren tummeln sich Segelfische, kleine Seepferdchen und mit etwas Glück sucht ein Dugong den Meeresboden nach Nahrung ab.

(Bild: Macca Sherifi – adobe.stock)

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