Verwinkelte Höhlen, bewachsene Steilwände und spannende Schiffswracks locken Taucher auf die Insel Krk im Westen Kroatiens. Katzenhaie und Stachelrochen sind nur einige der Meeresbewohner, die Tauchsportler hier entdecken können.  

Krk ist mit der Insel Cres die größte Insel der Adria. Die Tauchsaison beginnt Anfang Mai. Vor Mai ist die Algenblüte so stark, dass die Sichtweite sehr beeinträchtigt wird. Das Tauchen ist mit einem guten Tauchanzug bis Ende November möglich.

Die Wassertemperaturen liegen in den Wintermonaten zwischen elf und 17 Grad. Von Juni bis Anfang Oktober beträgt die Temperatur meist um die 24 Grad. Mit Sichtweiten bis zu 25 Metern können Taucher Engelshaie, große Brassen-Schwärme und kleine Katzenhaie beobachten.

Gespenstisches Wracktauchen

In unmittelbarer Nähe der nördlichen Küste befindet sich das Wrack „Peltastis“. Es steht aufrecht in einer Tiefe von 30 Metern und gehört zu den beliebtesten Wracks Kroatiens. Die gesamte Länge von 70 Metern wird meist von großen Fischschwärmen umgeben. Sportler jedes Tauchniveaus können das Wrack erkunden. Die Gangway, der Frachtraum und die Kajüte des Kapitäns lassen sich problemlos erforschen.

Das meistbesuchte Wrack der Kvarner Bucht ist die „Lina“. Der Holzkohle-Frachter sank 1914 nach einem Schneesturm und steht seitdem aufrecht auf dem Kiel in einer Tiefe von bis zu 50 Metern. Das Wrack besitzt eine Länge von 80 Metern. Die Lina wirkt auf manche Taucher gespenstisch, da sich über die Jahrzehnte einige Geisternetze in den Masten verfangen haben. Im Inneren des Frachters verstecken sich unter anderem große Hummer, Riesen-Drachenköpfe und Kraken.

Ein Kraken versteckt sich zwischen verschiedenen Steinformationen
(Bild: Goran – adobe.stock)

Die Loreley der Adria

Eine der fischreichsten und farbenfrohsten Steilwände ist die „Mafia Bay“. Sie fällt sofort von Null auf 40 Meter ab. Taucher, die in diese Tiefe hinabgleiten, schwimmen an blau-violetten Gorgonienfeldern und Korallen in sämtlichen Formen und Farben vorbei. Makrotaucher sollten hier die Augen offenhalten. Zwischen dem bunten Bewuchs verstecken sich Röhrenwürmer, kleine Seepferdchen und zahlreiche Schnecken, die in den verschiedensten Farben leuchten. Auf dem Grund befindet sich das Wrack eines Speedboots, welches einst Drogenkuriere transportierte. Dieses Boot gab der Steinwand den Namen „Mafia Bay“.  

Die „Loreley der Adria“ lockt nicht wie ihre rheinische Namenspatin die Schiffer an den Felsen, sondern Taucher die Unterwasserwelt. Die Rede ist nämlich von einer Steilwand mit beeindruckender Artenvielfalt. Sie beherbergt den ein oder anderen frechen Krebs und Seespinnen in ihren Ritzen. Zwischen die farbig bewachsenen Wände kriechen Unterwasser-Schnecken und farbenwechselnde Kraken schlängeln sich an den Tauchern vorbei.

(Bild: Valery Bareta – adobe.stock)

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