In den Gewässern Maltas schlagen Taucherherzen höher. Besonders das Wracktauchen ist hier für passionierte Taucher ein Genuss, denn zahlreiche historische Schiffswracks und Flugzeugträger ruhen auf dem Grund. Eine neue Tauchattraktion kam dieses Jahr hinzu – Das Patrouillenboot „P-33“.

Die Hauptinsel Maltas beherbergt seit dem 31. Juli 2021 ein neues Wrack. An der Südostküste vor dem weißen Sandstrand von Zonqor wurde das Patrouillenboot „P-33“ versenkt.

Das 1972 von der DDR in Dienst gestellte Schiff wurde 1992, nach der Wiedervereinigung, an die maltesische Regierung verkauft und nur 13 Jahre später von den maltesischen Streitkräften außer Dienst gestellt. Seit 2005 wartete das Schiff vergeblich auf einen erneuten Einsatz.

2012 wurde das ausgediente Schiff für ein künstliches Riff in Augenschein genommen. Dieser Plan konnte damals jedoch noch nicht in die Tat umgesetzt werden. In diesem Jahr investierte die Regierung Maltas 250.000 Euro, um das Projekt letztendlich doch durchzuführen. Der Tauchsektor soll durch das neue Wrack gestärkt und das Ökosystem des Meeres weiter ausgebaut und geschützt werden.

Meeresbewohner erkunden die neue Heimat

Das Mittelmeer ist mit dem Patrouillenboot „P-33“ um eine Unterwasserattraktion und besonders um ein Riff reicher. In einer maximalen Tauchtiefe von 20 Metern erreichen Tauchsportler die „P-33“ auf sandigem Grund. Mit einer Länge von 23 Metern liegt das Wrack zwischen den beiden versunkenen Schleppern „St. Michael“ und „Melita“.

Die Wassertemperaturen liegen im Sommer bei bis zu 25 Grad. Während eines Tauchgangs entdecken Sportler neugierige Tintenfische und bunte Papageienfische, die das Wrack erstmals erkunden. Vereinzelt schwimmt ein Skorpionfisch über den Grund auf der Suche nach Nahrung. Bis das Wrack von Korallen, bunten Schwämmen und Gorgonien bewachsen wird, dauert es noch ein wenig. Doch ein frisch gesunkenes Schiff zu erkunden, hat ebenso seine Reize.

(Foto: Erik – adobe.stock)

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