Bahrain ist nicht nur für seine Formel-1-Strecke bekannt, denn auch der Unterwasser-Themenpark „Dive Bahrain“ kann sich sehen lassen. Zwischen einer ausgedienten Boeing 747, mehreren Skulpturen und Reef Balls können Taucher kleine Clownfische und große Walhaie beobachten.

Der größte Unterwasser-Themenpark befindet sich im Persischen Golf. Das kleine Königreich Bahrain ist nicht viel größer als Hamburg und bietet Tauchsportlern im „Dive Bahrain“ unvergessliche Tauchgänge. Am 6. September 2019 wurde die beeindruckende Unterwasserlandschaft eröffnet. Der Park liegt im Norden des Inselstaates und umfasst 100.000 Quadratmeter. „Dive Bahrain“ soll das marine Ökosystem schützen und auf die Erhaltung der Flora und Fauna unter der Wasseroberfläche aufmerksam machen.

Boeing 747 beheimatet nun Chirurgenfische

Das Herzstück des Themenparks ist die Boeing 747 mit einer Länge von 70 Metern. Vor ihrem Tauchgang wurde das Flugzeug gründlich gereinigt und alle schädlichen Stoffe entfernt. Am 10. Juni 2019 ging die 747 auf Tauchstation und liegt seitdem in einer Tiefe von 20 Metern. Sie ist das größte Flugzeug, das jemals als künstliches Riff zum Einsatz kam.

Gleiten Taucher in das Innere des Flugzeug-Wracks, sitzen dort keine Passagiere mehr. Vielmehr tummeln sich dort mittlerweile Chirurgenfische, Schnapper und der ein oder andere Löwenfisch. Blickt man aus dem Fenster, sieht man heutzutage Walhaie statt Wolken.   

Zwischen kulturellen Gebäuden und Statuen

Neben einem traditionellen Perlenhändlerhaus mit zwölf Meter hohen Windtürmen stehen mehrere Bauwerke, welche die Kultur und Geschichte Bahrains widerspiegeln. Die Gebäude wurden aus umweltfreundlichen Materialien gebaut, um die Natur unter Wasser zu erhalten.

Ein Wald aus verschiedenen Skultpuren finden Taucher im Osten des Themenparks. Künstler können ihre Werke hier ausstellen und von Tauchern und Meeresbewohnern bewundern lassen. Mittlerweile umfasst dieser künstlerische Wald etwa 100 Statuen.

Zwischen zwei Schiffs-Wracks, mehreren bis zu fünf Meter hohen Betonsegeln und künstlich angelegten Riffen in Form sogenannter Reef Balls entdecken Taucher Zackenbarsche und Drückerfische, die ihren neuen „Spielplatz“ auf Herz und Nieren testen.

Staubsauger unter der Meeresoberfläche

In den kälteren Monaten können Taucher den ein oder anderen Dugong über den Boden wandern sehen, der wie ein Staubsauger den Grund nach Seegras absucht. Im Winter liegen die Wassertemperaturen zwischen 17 und 25 Grad. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen auf bis zu 35 Grad an.

„Dive Bahrain“ begeistert nicht nur Tauchsportler, sondern auch Schüler, Studenten und Forscher, denn hier bietet sich die Möglichkeit, die Meeresökologie zu erforschen. Die Voraussetzung für einen spannenden Tauchgang im größten Unterwasser-Themenpark der Welt ist der Besitz eines Open-Water-Tauchscheins.

(Bild: Archiv – aviareps.de)

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