Geschichts-Erkundung im Pazifik: Im Bikini-Atoll können geübte Taucher bei teils starken Strömungen Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg erkunden.

Etwa 3.000 Kilometer nordöstlich von Neuguinea liegt das Bikini-Atoll. Der Archipel gehört zu den Marshallinseln und wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Das unbewohnte Atoll umfasst 23 Inseln mit einer Länge von 40 Kilometern und einer Breite von 24 Kilometern.

Vor 70 Jahren testeten die Amerikaner während 67 Atombombentests die Zerstörungskraft ihrer Sprengkörper. Etwa 100 ausgemusterte und erbeutete Schiffe fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Grund der Lagune im Bikini-Atoll. Der Name des Archipels und deren Geschichte veranlasste den Modedesigner Louis Réard, den zweiteiligen Badeanzug „Bikini“ zu nennen. Das damals skandalöse Kleidungsstück sollte als „anatomische Atombombe“ erkannt werden.

Die USS Saratoga
(Bild: Christian – adobe.stock)

USS Saratoga: Das zweitgrößte, betauchbare Wrack

In einer Tiefe von bis zu 55 Metern ruht unter anderem die „USS Carlisle“ mit einer Länge von 130 Metern. Sie diente der US-Marine während des Zweiten Weltkriegs als Angriffstransporter. Im Innenraum können Taucher auf gefährliche Feuerfische, Zackenbarsche und Barrakudas treffen. Besonders das 5-Zoll-Geschütz auf dem Deck erinnert an die grausame Geschichte.

Die „USS Saratoga“ misst eine Länge von 270 Metern. Sie ist das zweitgrößte, betauchbare Wrack der Welt. Das Geisterschiff wird teilweise von bunten Korallen bedeckt, in denen sich Gelbflossen-Thunfische, Große Goldmakrelen und der ein oder andere Wahoo verstecken. Der ehemalige Flugzeugträger beherbergt noch heute einige Flieger auf seinem riesigen Deck. Über die Saratoga gleiten mittlerweile elegante Mantarochen und große Schulen Grauer Riffhaie hinweg.  

(Bild: Dmitry – adobe.stock)

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