Nachts scheint unter Wasser alles anders. Taucher können Felsformationen, Tiere und Pflanzen aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. So aufregend und faszinierend das Erlebnis auch ist, der Tauchgang bringt zusätzliche Gefahren mit sich und Taucher sollten besondere Vorkehrungen treffen.

Die Sicht während eines Tauchgangs bei Nacht ist eingeschränkt und die Orientierung ist deutlich schwerer. Einige Lebewesen trauen sich bei Nacht aus ihren Verstecken heraus, was in Verbindung mit Dunkelheit bei Tauchern Nervosität oder Angst hervorrufen kann. 123tauchsport.de erläutert wichtige Punkte und gibt Tipps für einen sicheren und erfolgreichen Tauchgang bei Nacht.

Das Gebiet bei Tag erkunden hilft zur Orientierung bei Nacht

Im besten Fall wird der Tauchplatz im Voraus bei Tag erkundet. Wenn man bereits mit der Gegend vertraut ist, kann man sich unter Wasser besser orientieren. Doch auch mit viel theoretischer Vorbereitung sind Nachttauchgänge ausschließlich für erfahrene Taucher geeignet.

Damit Taucher überhaupt etwas sehen, sollte mindestens eine Tauchlampe als Hilfsmittel unter Wasser mitgeführt werden. Bevor man abtaucht, sollte diese und die restliche Ausrüstung auf ihre Funktion geprüft werden. Um sicherzugehen, dass man unter Wasser nicht plötzlich bei Dunkelheit auftauchen muss, sollte man eine zweite Tauchlampe als Reserve mit sich führen.

Zwei Taucher schwimmen bei Dunkelheit durch einen Tunnel mit Taschenlampen

Die Taucherlampe ist jedoch nicht nur zur Orientierung gedacht. Wird die eingeschaltete Taschenlampe im Kreis bewegt, wird dem Tauchbuddy signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Eine Auf und Ab Bewegung signalisiert ein Problem.

Auf die Umgebung achten, um sich selbst und Meereslebewesen zu schützen

Bei einem Nachttauchgang ist es wichtig, die Lebewesen unter Wasser nicht zu stören oder zu berühren. Mit einer Berührung kann man die Meeresbewohner verletzen oder sie aggressiv machen, was einen Angriff zur Folge haben kann.

Die Dunkelheit lockt Jäger wie Muränen oder Haie aus ihren Verstecken, um auf Beutezug zu gehen. Das Verhalten ist dabei meist anders als am Tag. Taucher sollten ihnen nicht zu nahe kommen oder sie verschrecken, für ein Foto sind die Tiere nicht bereit. Man sollte drauf achten, nicht direkt auf sie zu leuchten, um sie nicht zu verärgern.

Um sich nicht zu verletzen, sollten Taucher auch immer etwas Abstand zu Felsen oder Korallen halten. Alte Wracks oder Felsen können sehr scharfkantig sein und eine schmerzhafte Verletzung zur Folge haben.

Nachdem man alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat und die besonderen Umstände unter Wasser berücksichtigt, steht es an erster Stelle, den Tauchgang zu genießen. Nachttauchgänge sind ein einzigartiges Erlebnis.

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