Der frühere Handelshafen von Baia, westlich von Neapel, ist mittlerweile zu einem beliebten Tauchspot geworden. Die Anlage wird heute als Unterwasserarchäologiepark „Parco Archeologico Sommerso di Baia“ genutzt und birgt zahlreiche Exponate aus dem ersten Jahrhundert.

Westlich von Neapel im schönen Italien können Taucher auf eine ganz besondere Art und Weise in die Geschichte eintauchen. Der einstige Handelshafen von Baia wurde durch ein Naturereignis zu einem geschützten Meeresgebiet. Ein Bradyseismos ist ein sehr langsames Erdbeben, welches nicht horizontal, sondern vertikal verläuft. Dieses Erdbeben im Jahr 72 nach Christus zog Villen, Therme und Straßen auf den Grund des Meeres.

Zwischen Statuen und kunstvollen Mosaikböden

Unter Wasser ist die Sicht von Winter bis Frühling am besten. Sportler können eine etwa 200 Meter lange gepflasterte Straße bis zur „Ninfeo di Claudio“ entlang tauchen. Die Tauchtiefen betragen zwischen fünf und sieben Metern. Am Ende der Straße erreichen Taucher das Nymphäum des Kaisers Claudius. Das rechteckige Gebäude wird von einer prunkvollen, kuppelförmigen Decke geziert. Die angrenzenden Statuen sind zum Teil mit Algen bewachsen und zieren den Vorhof des Nymphäums. Diese Skulpturen sind allerdings nur Kopien. Die echten Statuen stehen geschützt im archäologischen Museum in Baia. 

Die „Villa a Protiro“ zeichnet sich durch schwarz-weiße Mosaikböden inmitten eines pompösen Innenhofs aus. Säulen und Bögen umgeben den Innenhof, in dem alte Tonkrüge und Marmorplatten zu finden sind.

Thermalbäder unter der Wasseroberfläche

In einer Tauchtiefe von vier Metern befinden sich die Lacus-Thermen. Kunstvoll gestaltete Marmorböden führen Taucher zu den alten Thermalbädern. Diese lassen sich bis heute noch erkennen.

Mit Säulen umgebene Korridore finden Tauchsportler in der „Villa Pisoni“. Auf der einen Seite befindet sich das alte Thermalbad des Gebäudes. Gegenüber des Wellness-Bereichs liegt ein Fisch- und Muschelteich mit angrenzenden Räumlichkeiten. Inmitten dieser beiden Bereiche ruht der damalige Garten der Villa.

(Foto: Maurizio Rovati – adobe.stock)

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