Die 7.600 Kilometer lange Küste Italiens zieht jährlich tausende Reisende in seinen Bann und ist ein ideales Ziel für Wassersportler. Unter Wasser stoßen Taucher auf beeindruckende Felsriffe und Höhlen, welche von Barrakudas, Zackenbarschen und Brassen umgeben sind.

Die Unterwasserwelt Italiens ist für das Mittelmeer ungewöhnlich bunt und die Sichtweiten betragen bis zu 40 Meter im unendlichen Blau. Die beste Zeit zum Tauchen ist von Mai bis September. In dieser Zeit betragen die Wassertemperaturen bis zu 25 Grad und schaffen einen unvergesslichen Tauchgang.

Die Küstenlinie ist sowohl über als auch unter Wasser reich an Höhlen und Grotten, welche sich in verschiedenen Tiefen befinden. Die Felsen sind überwiegend mit leuchtend gelben Küstenanemonen bedeckt. Lange Zeit galten die italienischen Gewässer als Hotspot für Haisichtungen im Mittelmeer. Auch heute noch begegnet man mit etwas Glück Sandbankhaien in den Sommer- und Herbstmonaten.

Steile Felswände an der Adriaküste, versunkene Tempel bei Sardinien und Sizilien

Einige der schönsten Tauchgebiete Italiens befinden sich entlang der Adriaküste. Typisch sind die steil in die Tiefe fallenden Felswände, welche mit bunten Gorgonien und Seeschwärmen bedeckt sind. Im tiefblauen Wasser schwimmen Brassenschwärme über die Köpfe der Taucher hinweg und an den Riffen tummeln sich etliche Papagei- und Mönchsfische. In den Felsspalten der Höhlen und Felsen verstecken sich Muränen, Drachenköpfe und auch Tintenfische.

Taucher an einem Schiffswrack in Italien

San Michele al Tagliamento nahe Venedig und besonders der touristisch geprägte Stadtteil Bibione ist unter Tauch-Fans nicht gerade als Hotspot bekannt, aber dennoch finden sich zahlreiche Empfehlungen derjenigen, die sich doch zu einem Tauchgang dort entschlossen haben. Die einzige Tauchschule des Ortes führt seine Besucher zu einem versunkenen Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg. Zudem lassen sich die Gastgeber immer etwas Besonderes einfallen: Nachttauchen oder Tauchen in Verkleidung gehören nicht zum Alltag, haben aber letztendlich auch ihren Reiz.

Sardinien, Sizilien und Elba dürfen auf der Karte der interessanten Tauchplätze in Italien nicht fehlen. Die zerklüftete Küste Sardiniens mit ihren Unterwassergrotten und Lagunen ist ein kleines Paradies für Taucher, die sich aber vor den Tieren in den kleinen Felsritzen nicht erschrecken sollten. Ebenso wie auf Sizilien führen erfahrene Taucher die Besucher zu historischen versunkenen Stätten und mystischen Wracks. Die antiken Tempel und die Überreste des griechischen Syrakus könnten faszinierender kaum sein. Das versunkene Schiff „Elviscot“ ist auf Elba ein bekannter Tauchplatz. Es liegt nur 50 Meter vor der Küste in einer Tiefe ab drei Metern und ist vor allem für Anfänger ein attraktives Ziel.

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