Jedes Jahr entdecken immer mehr Menschen den Tauchsport für sich. Eindrucksvolle Unterwassergebiete, bunte Farben und eine unglaubliche Artenvielfalt lassen einen so schnell nicht wieder los.

Viele Erfahrene Taucher glauben, das meiste über den Sport und die Unterwasserwelt bereits zu wissen. Doch die Gewässer sind tief und die Zusammenhänge sehr komplex. Daher sagen wir voraus: Einige unserer Fakten werden nicht nur für Einsteiger neu sein. Hier kann auch so mancher alte Hase noch etwas dazulernen.

In bestimmten Tiefen werden Farben unter Wasser unsichtbar

Unter Wasser gelten andere Regeln als an der Oberfläche. Aufgrund der Absorption des Lichts durch das Wasser verschwindet die Farbe Rot in einer Tiefe von etwa fünf Metern und ist somit nicht mehr sichtbar. Ab 15 Metern wird die Farbe Orange für das Auge nahezu unsichtbar und ab 30 Metern verschwindet Gelb. Die Farbtöne scheinen dann Blau oder Grün zu sein und erst bei direkter Bestrahlung mit einer Lampe werden sie wieder deutlicher sichtbar.

Nicht der Hai bedroht den Menschen, sondern umgekehrt

Weltweit werden etwa 100 Haiangriffe registriert, von denen maximal 10 Prozent tödlich enden. Menschen töten hingegen jedes Jahr bis zu 100 Millionen Haie, ob direkt oder indirekt. Haie können Bewegungen und Blut kilometerweit orten und sind so schnell wie Motorboote.

Hai schwimmt unter Wasser
Der Hai wirkt furchteinflößend, greift aber nur an, wenn er sich bedroht fühlt.

Doch nicht der Hai bedroht den Menschen, sondern der Mensch den Hai. Die Raubtiere greifen nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen oder auf Beutejagd sind und den Menschen mit der Beute verwechseln.

Unvorstellbar aber wahr – häufigste Tauchverletzung am Zeh

So gefährlich wie ein Tauchgang auch ist, die häufigste Verletzung von Tauchern ist kein Sauerstoffkrampf und kein Barotrauma. Tatsächlich ist es ein Zehenbruch. Ein Stolpern mit der schweren Ausrüstung an Land, ein auf die Füße fallendes Blei oder eine umfallende Pressluftflasche – die Ursachen sind vielfältig. Daher sollten Taucher immer auf die Füße achten, ob beim Einstieg oder beim Anlegen der Tauchausrüstung.

Weltmeister im Luftanhalten

Während einige Unterwasserbewohner ihr gesamtes Leben unter Wasser verbringen, gibt es Tiere wie den Wal, der etwa 3.000 Meter tief tauchen kann, jedoch zum Luft holen wieder an die Oberfläche schwimmt. Säugetiere wie der Pottwal oder Schnabelwal können die Luft etwa ein bis zwei Stunden anhalten.

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.