Im Südwesten Grönlands liegt Sisimiut. Hohe Eisberge und eine mystische Unterwasserwelt erwarten die Taucher auf ihrer Reise durch das Gewässer des Baffin Bay. Das Gewässer ist etwa anderthalbmal so groß wie die Ostsee und beherbergt unter anderem Minkwale, Seewölfe und Orcas.

Grönland ist mit über zwei Millionen Quadratkilometern die größte Insel der Welt. Etwa 80 Prozent liegen unter einer bis zu 3.000 Meter dicken Eisschicht. Die Stadt Sisimiut im Südwesten der Insel ist ein beliebter Startpunkt für Tauchtouren. Hier können Taucher Ferienwohnungen oder ganze Ferienhäuser mit der Familie, während eines Urlaubs, beziehen.

Das Tauchen ist das ganze Jahr über möglich. In den kalten Monaten sind die Sichtweiten mit bis zu 60 Metern besser als im Sommer. Wenn sich die Algenblüte in vollem Gang befindet, wird das Gewässer trüber und die Sichtweiten schrumpfen bis auf höchstens 15 Meter. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig knapp über dem Gefrierpunkt. Im Sommer steigen die Temperaturen auf höchstens sieben Grad. In Gewässern mit solchen Temperaturen fährt die Kälte selbst dem härtesten Taucher nach 20 Minuten in die Glieder. Der Tauchgang sollte dann unterbrochen werden.

Ein Wal taucht vor den Eisbergen Grönlands ab
(Bild: Luis – stock.adobe.com)

Seltene Meeresbewohner und Polarlichter

Unter der vereisten Wasseroberfläche sieht sich der Taucher von Dunkelheit umgeben. Doch die Augen gewöhnen sich nach kurzer Zeit an die Lichtverhältnisse und der Taucher findet sich in einer surreal wirkenden Welt wieder,umgeben von riesigen Kelpwäldern und Kaltwasserkorallen. In diesen verstecken sich hier und da Seeigel und Nacktschnecken in allen möglichen Farben.

Mit etwas Glück können Tauchsportler Buckelwale beobachten und einen Blick auf das „Einhorn der Meere“ erhaschen. Der Narwal ist von vielen Mythen umgeben, was eine Begegnung einzigartig macht. Ohne seinen gewaltigen Stoßzahn misst der Narwal etwa fünf Meter. Insgesamt besitzt er eine Länge von fast acht Metern.

Auch außerhalb des Wassers können einzigartige Ausflüge unternommen werden. Fahrten mit Hundeschlitten, Gletscher-Klettern und Helikopterflüge zu vereisten Fjorden sollte sich niemand entgehen lassen. Von Ende August bis Anfang April können die Polarlichter gesehen werden. Die tanzenden Lichter sind vor allem im tiefen Winter gut zu erkennen.

(Bild: Robert Ulph – stock.adobe.com)

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