Rheinland-Pfalz bietet mit dem damaligen Kalksteinwerk einen neuen Tauchspot in Deutschland. Die ortsansässige Tauchbasis “Hunsfels-Tauchen Stromberg” steht Tauchern während interessanter Tauchgänge mit Rat und Tat zur Verfügung.

Das ehemalige Kalksteinwerk Hunsfels nahe der kleinen Stadt Stromberg, westlich von Wiesbaden, musste 2010 stillgelegt werden. Grund war ein nicht beherrschbarer Wassereinbruch, der den Kessel komplett geflutet hat. Mittlerweile hat sich der damalige Steinbruch zu einem bekannten Tauchspot gemausert.

Mit einer Gesamtfläche von fünf Hektar bietet das Hunsfels-Tauchen einige Highlights unter der Wasseroberfläche. Die Tauchbasis befindet sich im Südwesten des Sees. Hier können sich Taucher mit Druckluftflaschen und weiterem Equipment ausrüsten und ihr Unterwasser-Abenteuer starten. Die Betreiber der Tauchschule in der Nähe Strombergs ist für Gruppen bis zu acht Personen und Einzeltaucher geöffnet. Einzeltauchgänge sind jedoch nicht gestattet. In diesem Fall stellt sich ein Tauchlehrer der Basis als Tauch-Buddy zur Verfügung. Eine gültige Tauchtauglichkeit muss vorhanden sein und der Tauchbasis vorgelegt werden.

Unterwasser-Abenteuer zwischen drei Tauchplätzen

Das Taucherlebnis startet an dem nahegelegenen Ponton der Tauchschule. Über zwei stählerne Treppen gelangen Taucher zu den jeweiligen Tauchplätzen. In der Nähe des Pontons befinden sich zwei Übungsplattformen in Tiefen von acht und zehn Metern. Die maximale Tiefe des Hunsfels beträgt 54 Meter mit Sichtweiten von über zehn Metern und die Wassertemperaturen erreichen im Sommer 13 Grad – ein eher kühles Vergnügen.

Richtungspfeil im Hunsfels-See

Das Hunsfels-Tauchen in Rheinland-Pfalz birgt interessante Tauchplätze. Der erste Spot befindet sich in direkter Nähe des Einstiegs. In einer Tauchtiefe von etwa zehn Metern steht unter anderem ein ausgedienter Schaltschrank und ein alter Anker liegt auf dem Grund. Tauchen Sportler in Richtung Norden erreichen sie nach etwa 70 Metern das Segelboot “Robert”.

Hunsfels-Tauchen in der Nacht

Wenn Taucher die alte Zufahrtsstraße auf dem Grund des ehemaligen Kalksteinwerks passieren, treffen sie auf eine Ampel und mehrere Verkehrsschilder. Nach kurzer Zeit macht der Weg eine 180 Grad Kurve. Nach dieser Haarnadelkurve finden sich Tauchsportler vor einem Sperrschild wieder. Dieses sollte ernst genommen werden, denn es verweist auf die brüchige Wand im Südosten des Sees. Dieser Bereich ist für den Tauchsport gesperrt, um Unfälle durch herabfallende Steine zu vermeiden.

Jeder ausgewiesene Tauchplatz darf nur von einer Gruppe mit höchstens acht Sportlern zur selben Zeit betaucht werden. Tauchgänge am nördlichen Teil des Sees finden zwischen schroffen Steilwänden statt. Diese reichen teilweise bis in Tiefen von 50 Metern. Das Tauchen in der Nacht kann bis in eine Tauchtiefe von 20 Metern mit vorheriger Anmeldung unter www.hunsfels-tauchen.de durchgeführt werden.

(Foto: Archiv – hunsfels-tauchen.de)

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