Flusstauchen ist noch eine relativ unbekannte Sparte des Tauchsports. Der Fluss Verzasca im Schweizer Kanton Tessin birgt glasklares Wasser mit spannenden Unterwasser-Abenteuern.

Die Wassertemperaturen betragen im Sommer kühle 13 Grad. Schauen Taucher nur auf die Temperatur, ist ein Trocki die erste Wahl. Doch unter Beachtung der teils anspruchsvollen Ein- und Ausstiege, kann der Trocki zu einem kleinen Hindernis werden. Teilweise müssen Sportler ihre Kletterkunst beweisen, um den Fluss Verzasca zu betauchen.

Vor dem Tauchgang sollte ein Sicherungsseil an den Felswänden befestigt werden. Zu diesem Zweck sind mehrere Ösen in den Felsen angebracht worden. Die maximale Tauchtiefe beträgt etwa zwölf Meter. Tauchsportler müssen den Tauchgang exakt planen, denn schon kleine Wasserwalzen können eine große Gefahr darstellen. Während Hochwasser und starkem Regen muss der geplante Tauchgang jedoch abgesagt werden.

Glitzernder Grund unter strahlend blauem Himmel

Ein Unterwasser-Abenteuer im Verzasca sollte immer gegen die Strömung begonnen werden. Das smaragdgrüne Wasser wird von prächtigen Bachforellen bewohnt. Diese schwimmen meist mit der Strömung oder verstecken sich hinter verschiedenen Felsen.

Der glattgeschliffene Grund des Flusses Verzasca
(Foto: kelehem – adobe.stock)

Der Grund des Flusses besteht aus hartem Gestein. Dieser helle Grund wurde über Jahrtausende von dem Gewässer geschliffen und geformt. Mittlerweile weist der Boden eine ebenso fließende Form wie das Wasser auf, welches ihn umgibt.

In unterschiedlich großen Becken sind die Strömungen geringer und Taucher können entspannt das Farbspiel unter Wasser beobachten. Die besondere Form des Bodens und die glattgeschliffenen Felsstrukturen lassen sich am besten mit einfallenden Sonnenstrahlen erkennen. Da sich der Fluss in einem Tal befindet, ist der Sonneneinfall im Sommer ab zehn Uhr besonders spektakulär. Das Flussbett glitzert durch unzählige winzige Kristalle.

Auf den Spuren von James Bond

Zwischen den Becken fließt das Wasser des Flusses durch rasante Stromschnellen, gefolgt von kleinen Wasserfällen. Diese erschweren den Sportlern den Tauchgang erheblich. Nähern sich Taucher einem Wasserfall unter der Oberfläche, können sie schwarmartig umherschwirrende Luftblasen beobachten. Unterhalb des Wasserfalls kann dieser den Taucher vom Grund aus wieder mit an die Oberfläche ziehen.

Nach einem interessanten Tauchgang können Taucher die riesige Staumauer besichtigen. Diese erlangte durch den James Bond Film „Golden Eye“ große Bekanntheit. Diese Mauern bilden den Abschluss des Verzasca-Tals und stauen den Fluss am Ende zu einem See. Der berühmte Sprung kann mittlerweile von Urlaubern nachgeahmt werden. Mit 220 Meter ist er der dritthöchste Bungeesprung der Welt.

(Foto: akulamatiau – adobe.stock)

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.