Viele Taucher mit Familie haben sich schon oft die Frage gestellt, wann das eigene Kind an einem Tauchgang teilnehmen kann. Vor dem ersten Unterwasserabenteuer mit den Kleinen muss einiges beachtet werden.

Pauschal kann man nicht genau sagen, ab welchem Alter ein Kind für das Tauchen geeignet ist. Der körperliche und geistige Entwicklungsstand liegt nicht immer dicht beieinander. Dennoch sollte ein Kind mindestens zwischen acht und zehn Jahren alt sein, bevor das erste Unterwasserabenteuer denkbar ist.

Unkonzentriertes Tauchen birgt Gefahren

Der Körperbau eines Kindes unterscheidet sich stark von dem eines Erwachsenen. Unter anderem sind die Lungenbläschen vor dem achten Lebensjahr noch nicht vollständig ausgereift. Ein junger Mensch kann sich noch nicht so lange konzentrieren und Anweisungen folgen wie ein Erwachsener.

Bis zu zwölf Jahren sollte ein Kind nur in Tiefen von drei bis vier Metern tauchen. Elf Meter Tauchtiefen sollte wiederum ein Teenager nicht überschreiten. Dieser geht in der Pubertät schnell in wagemutige Verhaltensweisen über, die schlagartig in einer Notsituation enden können.

Körperliche Gesundheit beachten

Voraussetzung für einen Tauchkurs sind das sichere Schwimmen, die körperliche Reife und die nötigen geistigen Fähigkeiten. Kurze Strecken müssen ohne Angst im Apnoetauchen bewältigt werden können. Erfüllt ein Kind eine dieser Voraussetzungen noch nicht, sollten Eltern noch warten und ihrem Sprössling die nötige Zeit geben.

Ideal ist die Absprache mit dem Kinderarzt, einem Tauchmediziner und dem vorgesehenen Tauchlehrer. Besonders mit Asthma, Epilepsie, ADHS oder verschiedenen Stufen des Autismus sollten Eltern mit einem speziell ausgebildeten Arzt über die Tauchtauglichkeit des Kindes sprechen.

Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt muss den Druckausgleich der Ohren kontrollieren, sonst ist ist die Gefahr eines Barotraumas hoch. Ohne die Abklärung mit dem Ohrenarzt können Druckschäden an Trommelfell, Mittelohr oder den Nebenhöhlen die Folge sein.

Fühlen sich Kinder vor dem Tauchgang unwohl, sollte dieser spontan abgesagt werden. Schon kleinste Anzeichen eines Infekts sind hier entscheidend. Die Atemwege und das gesamte Bronchialsystem sind bei Kindern noch recht eng gestrickt und können unter Druck mit Überbelastung und Verengung zu Rissen führen.

(Bild: Светлана Наклейщиков – adobe.stock)

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