Von Bergen umgeben kann ein ehemaliger Steinbruch mitten im Sauerland betaucht werden. Auf dem steinigen Grund des „Sees im Berg“ kann man allerlei Material, Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge entdecken. 

Der berühmte „See im Berg“ liegt südwestlich von Brilon im Stadtteil Messinghausen. Vor mehr als 37 Jahren diente der Ort noch als Steinbruch. Die Firma Schneidewind baute hier damals das Gestein Diabas ab. Schon damals musste der Steinbruch immer von Regenwasser befreit werden. Der Abbau wurde 1984 eingestellt und das Wasser nicht mehr abgepumpt. Mittlerweile ist die Wasseroberfläche auf 45 Meter gestiegen. Das Wasser im See besteht ausschließlich aus Regenwasser, da kein anderer Zulauf zu dem See führt. 

Der fast kreisrunde Steinbruchsee besitzt einen Durchmesser von etwa 100 Metern. Die Flora und Fauna sind nur rar vertreten. Die Highlights des Gewässers liegen in den verschiedenen versenkten Gegenständen. Taucher treffen alte Container, einen Campingcaravan, Kleintransporter und verschiedene Röhren zum hindurchtauchen, sowie viele andere interessante Gegenstände an.

Wrack eines Kleinbusses
(Bild: Archiv “See im Berg”)

Das Tauchrevier birgt Gefahren

Nur ein paar Meter vom Ufer entfernt bricht der Grund in eine Tiefe bis etwa 30 Meter ab. Der Taucher schwimmt eine Stufe weiter und erreicht den etwa 40 Meter tiefen steinigen Grund. Tauchliebhaber sammeln in dem ehemaligen Steinbruch seltene Erfahrungen. Die Wassertemperaturen liegen auch im Sommer bei etwa vier bis sechs Grad. Die Sichtweiten betragen oft mehr als zehn Meter.

Um einen entspannten und erfahrungsreichen Tauchgang durchzuführen, sollte sich der Taucher frühzeitig anmelden, da die Taucherzahl begrenzt ist. In einem Gespräch mit der Tauchschule werden die jeweiligen Termine abgesprochen. Fun- Trainings- und Ausbildungstauchgänge stehen Tauchbegeisterten zur Verfügung. Der See im Hochsauerlandkreis birgt trotz seiner Highlights auch einige Gefahren. Taucher müssen vor Tauchantritt einen Fortgeschrittenen-Tauchschein und mindestens 100 eingetragene Tauchgänge vorweisen. Über die eigenen Grenzen und Schwächen müssen sich Taucher vor dem Tauchgang im Klaren sein.

(Bild: Archiv “See im Berg”)

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