Tschechien haben die wenigsten Unterwasserliebhaber als Tauchspot auf der Agenda. Doch wer den Binnenstaat ignoriert, verpasst einiges. Weite Seen, Steinbrüche und interessante Höhlen bieten unvergessliche Taucherfahrungen.

Der Stausee Lipno mit einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern ist das größte Wassergebiet in Tschechien. Der künstlich angelegte See liegt inmitten unberührter Natur.

Der See Lomeček liegt in der Nähe von Nový Klíčov, einer Stadt im Westen Tschechiens. Die geringe Tiefe von zehn Metern und einer Wassertemperatur von etwa 20 Grad im Sommer machen das Tauchen zu einem entspannten Vergnügen. Im Frühjahr und Herbst können Sie sich auf klares Wasser und eine gute Sicht in die Fischwelt freuen. Unter anderem ziehen Karpfen, Barsche, Zander, Hechte, Störe und Aale ihre Kreise. Und es gibt noch mehr zu entdecken, wie ein versunkenes Boot, eine riesige weibliche Skulptur und eine Tauchglocke. An Land wurden in Nicht-Corona-Zeiten schon des Öfteren kleine Festivals unter Beteiligung von Musikern, Bildhauern und Malern veranstaltet.

Polizeihubschrauber und Badewannen in Steinbrüchen entdecken

Der Steinbruch Borek liegt etwa 120 Kilometer südöstlich von Prag. Umringt von Wäldern lassen sich in bis zu 28 Meter Tiefe interessante Dinge entdecken. Ein alter Polizei-Hubschrauber und ein Bus können erkundet werden. In einem Unterwasserwald kann man faszinierende Eindrücke sammeln.

Taucher in Felsgang
(Bild: globenwein – pixabay.com)

Wer auf ein ungewöhnlichess Taucherlebnis gehen möchte, ist in dem Steinbruch Svobodné Hermanice genau richtig. Er liegt östlich der Stadt Staré Heřminovy. Die verlassene Unterwasserwelt birgt unter anderem ein Auto, eine Badewanne und ein Telefon.  

Tauchen in unbekannten Tiefen

Die weltweit tiefste Unterwasserhöhle befindet sich in Hranická propast. Dies ist ein Abgrund am rechten Ufer des Flusses Bečva, der sich am südöstlichen Stadtrand von Hranice in Mähren befindet. Die Höhle wird seit 1960 mit Hilfe von Tauchmannschaften und unter Einsatz von Robotern erforscht. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass der tiefste Punkt in 404 Metern Tiefe zu finden ist. Neueste geophysikalische Untersuchungen lassen jedoch auf eine ungefähre Tiefe von einem Kilometer schließen.

Wer hier tief tauchen möchte, sollte eine große Portion Mut mitbringen und keine Angst vor engen Räumen haben. Die Tiefe führt den Tauchsportler durch zahlreiche, nie zu enden scheinende, enge Felskorridore. Auch Taucherfahrene sollten sich diesen Tauchgang gut überlegen, da das Tauchen ab 200 Meter Tiefe als gefährlich eingestuft wird.

(Bild: arhnue – pixabay.com)

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