Während eines Tauchgangs besteht immer die Gefahr, durch Quallen, Fische oder andere Meeresbewohner verletzt zu werden. Welche Tiere sind wirklich gefährlich und wie sollte man die Verletzungen richtig behandeln?

Oft hört man von Haiattacken oder Angriffen von Muränen unter Wasser. Tatsächlich sind Verletzungen durch Meerestiere ein eher seltenes Ereignis und lassen sich meistens auch verhindern. Kein Tier attackiert grundlos, sie benutzen ihre „Waffen“ ausschließlich wenn sie sich bedroht fühlen.

Bissattacke von Fischen zur Verteidigung des Reviers

Spricht man über gefährliche Meerestiere, denken viele zuerst an die Giganten des Meeres. Aber auch die deutlich kleineren Barrakudas oder Muränen können für Taucher gefährlich werden. Sie greifen jedoch nur an, wenn man ihnen zu nahe kommt oder sie berührt. Tatsächlich gehen die meisten Bissattacken auf Taucher, vor allem auf die Beine, auf das Konto der Drückerfische. Die Fische gelten in der Brutpflege als ausgesprochen aggressiv und verteidigen ihr Revier mit einem sofortigen Angriff.

Qualle schwimmt im Wasser
Berührungen mit einer Qualle sollten vermieden werden.

Nach einer Bissverletzung kommt es durch den Schmerz oft zu einer Schockstarre. Der erste Schritt ist, aufzutauchen und den Biss nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ist man an Land angekommen, sollte die Wunde gesäubert und im Anschluss mit einem Verband geschützt werden. Sollte unklar sein, ob der Biss giftig war, oder treten Symptome wie Schwindel oder Übelkeit auf, muss der Taucher umgehend einen Arzt aufsuchen.

Schnittverletzungen durch Korallen verursachen tiefe Wunden

Zähne oder Stacheln sind nicht die einzigen Verteidigungswaffen unter Wasser. Neben Bissverletzungen führen auch Schnitte zu tiefen Wunden. Korallenverletzungen sind äußerst unangenehm und gefährlich. Meist reicht die Desinfektion der Wunde schon aus. Bemerkt man Krankheitsgefühle, Schwindel oder geschwollene Lymphdrüsen, dann deutet das auf eine Infektion hin und Betroffene müssen auch hier umgehend einen Arzt aufsuchen.

Der Kontakt mit einer Qualle kann sehr schmerzhaft sein. Bei der Berührung mit den Tentakeln der Qualle werden die Nesselzellen des Meeresbewohners aktiviert. In Sekunden injiziert ein Nesselfaden mithilfe einer Harpune die Giftmischung in die Haut. Das ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere gefährlich. Kleine Fische oder Krebse tötet das Quallengift sofort. Die Berührung mit Quallenarten wie der Seewespe oder der portugiesischen Galeere kann lebensgefährlich sein. Deshalb sollte man im Wasser stets die Augen offen halten.

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