Einige Taucher haben während des Tauchens Probleme mit dem Druckausgleich. Die Nasennebenhöhlen können in manchen Situationen den Druck nicht ausgleichen. Die Folgen sind Schmerzen und eine verstopfte Nase.

Die Nasennebenhöhlen zählen zu den luftgefüllten Bereichen des menschlichen Schädels. Durch diese Luft reagieren sie besonders empfindlich auf veränderte Druckverhältnisse. Hat ein Taucher Probleme mit den Nasennebenhöhlen, so kann nach wenigen Metern in der Tiefe ein stechender Schmerz oder ein lautes Pfeifen im Ohr entstehen. Nach dem Auftauchen finden manche Taucher gar Blut in der Maske.

Mit einer akuten Erkältung sollten Taucher sich erst einmal ruhen und den Tauchgang auf die gesunde Zeit verschieben. Durch das Nasensekret kann es nämlich zu einem Verschluss zwischen Nase und Nasennebenhöhlen kommen. Durch diese Verstopfungen kann eine Entzündung entstehen. Chronische Nebenhöhlenentzündungen können auch bei sonstiger Symptomfreiheit zu Problemen führen.

Unter- oder Überdruck Barotrauma

Wenn der mit Luft gefüllte Raum der Nasennebenhöhlen nicht mit Gas ausgeglichen werden kann, entsteht ein Unterdruck. Durch diesen Unterdruck wird eine Art Sog mit einer Schröpfkopf-Wirkung ausgelöst. Die Auswirkungen können die empfindlichen Wände der Nebenhöhlen zum Bluten bringen oder zu einem inneren Bluterguss führen. Kann das Gas jedoch nicht entweichen, entsteht ein Überdruck. Im Extremfall können die sensiblen Wände reißen.

Taucherin im Wasser
(Bild: JonMilnes – adobe.stock)

Bei Erkältungen und chronischen Entzündungen kann der Druckausgleich nur erschwert erfolgen. Zu den typischen Symptomen zählen Schmerzen auf der Stirn und den Wangen. Meist macht sich auch ein Druckgefühl in den Augenhöhlen breit. Da sich der Druck nicht oder nur schwer ausgleichen lässt, resultiert eine erhöhte Sekretbildung, welche die Nase und den Zugang zu den Nebenhöhlen verstopft.

4 Tipps, um die Nebenhöhlen frei zu halten

Den ersten Tipp haben schon Großmütter und Mütter schon versucht, an ihre genervten Kinder weiter zu geben: „Putz dir die Nase“. Ein einfacher Tipp mit weitreichenden Erfolgen. Durch das Putzen werden die Wände der Nebenhöhlen von dem alten Schleim befreit.

Der zweite und wichtige Tipp: Viel trinken. Klingt einfach, doch die meisten Menschen trinken schlicht und einfach zu wenig. Mit zu wenig Flüssigkeit trocknet das Sekret fest und der freie Raum der Nasennebenhöhlen wird immer enger. Durch genügend Flüssigkeit werden die Wände der Nebenhöhlen feucht gehalten und das alte Sekret kann einfach abtransportiert werden.

Drittens können Taucher ihre Nase mit einer Nasenspülung von innen reinigen.  Lauwarmes, leicht gesalzenem Wasser wird durch ein Nasenloch gespült und tritt in dem anderen Nasenloch wieder aus. Nach der Spülung muss die Nase gründlich geputzt werden, um das übrige Wasser los zu werden.

Inhalieren ist der vierte Tipp. In dem heißen Wasser können entweder etwas Meersalz oder ätherische Öle verwendet werden. Diese dringen bis in die Nebenhöhlen ein und lösen das alte, trockene Sekret von den Nebenhöhlen ab. Auch hier muss nach dem Inhalieren wieder gründlich die Nase geputzt werden.

(Bild: Richard Carey – adobe.stock)

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