Das von Palmen umgebene Städtchen Dahab bietet nicht nur eine riesige Artenvielfalt an Fischen und Korallen. Das gefährlichste „Blue Hole“ der Welt zieht viele Taucher in seinen Bann und auch ein Trip auf einem Kamel birgt Erfahrungswerte.

Dahab liegt im ägyptischen Staatsgebiet auf einem schmalen Küstenstreifen im Süden der Sinai-Halbinsel am Roten Meer. Der Ort wird oft als einer der schönsten seines Landes bezeichnet. Etwa 90 Prozent der Tauchgänge werden vom Ufer aus durchgeführt. Ganzjährig ist das Gewässer klar und etwa 21 Grad warm mit einer sanften Strömung. Nicht nur die goldfarbenen Strände machen Dahab einzigartig. Die farbenprächtige Unterwasserwelt hat 1.248 Fischarten und 250 unterschiedliche Korallenarten zu bieten. Da die Tauchplätze meist von nur wenigen Tauchern aufgesucht werden, kann man hier ruhige und entspannte Taucherfahrungen sammeln.

Anfänger, Erfahrene oder auch technische Taucher kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Taucherfahrene können unter anderem am „Canyon Dahab“ auf Entdeckungstour gehen. Auf dem Weg zu dem etwa 54 Meter tiefen und recht schmalen Canyon lassen sich der seltene Rotmeer-Walkman sowie Flügelflossenfische entdecken. Vorsicht ist bei Teufelsfischen geboten, da diese zu den giftigen Steinfischen zählen. Durch mehrere, tiefe Spalten kann der Canyon erreicht werden. Eine Lampe ist hier von Vorteil, um auch die Besonderheiten, wie das sogenannte „Glasfishbowl“, eine Grotte voller Glasfische, erkunden zu können. Angesichts der tiefen Punkte, die teils bei etwa 50 Metern eher an Höhlentauchen erinnern, sollte der Tauchgang gut geplant sein.

Taucher in Dahab
(Bild: marketanovakova – stock.adobe.com)

Ein Kamelritt macht den Aufenthalt unvergesslich

Das Blue Hole liegt etwa zehn Kilometer nördlich der Stadt und machte Dahab weltberühmt. Mit einem Durchmesser von etwa 50 bis 70 Metern und einer Tiefe von rund 120 Metern zieht es mutige Taucher geradezu an, um den Kick der Tiefe zu erleben. Die Sicht innerhalb des dunkelblauen Lochs ist extrem gut, doch die Flora und Fauna lassen leider etwas zu wünschen übrig. Außerhalb des Blue Holes dreht sich der Spieß um, denn die Steilwände sind wunderschön bewachsen und ab und an sind auch Großfische anzutreffen.

Durch eine sieben Meter tiefe Riffspalte kann man dieses Drop-off erreichen. Ein gefährlicher Punkt ist der nächste Durchbruch mit seinen etwa 56 Metern Tiefe und einer 26 Meter langen und nur wenige Meter breiten Arch. Dieser bewegt sich jenseits der Spottaucherlimits. Nur erfahrene technische Taucher sollten die Arch mit ihren speziellen Gasgemischen betauchen. Die absolute Faszination und die Gefahr liegen hier sehr eng beieinander. Viele Gedenktafeln an den Steinwänden am Ufer gaben diesem Gebiet einen grausamen und zugleich warnenden Beinamen: der Taucherfriedhof. Es heißt, das Blue Hole von Dahab sei das gefährlichste der Welt.

Ein Highlight Dahabs sind die Kamel-Tauchsafaris. Nach einer kurzen Fahrt mit einem Jeep,wird das Kamel gesattelt und der Trip geht mit dem Vierbeiner weiter. Der Ritt dauert ungefähr anderthalb bis zwei Stunden. Die Tauchplätze, welche bei diesen Kamel-Tauchsafaris besucht werden, gehören mit zu den Besten und schönsten, die Dahab zu bieten hat.

(Bild: Mohamed Raheem – stock.adobe.com)

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