Der bekannteste See Deutschlands ist der Bodensee. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Taucher pilgern regelmäßig Richtung Dreiländereck. Doch es verbergen sich auch Gefahren in den tiefen Gewässern.

Der Bodensee erstreckt sich vor den nördlichen Alpen mit einer Uferlänge von 273 Kilometern. Die komplette Oberfläche beträgt 536 Quadratkilometer, der tiefste Punkt liegt bei 251 Metern. Mit diesen Maßen ist er der drittgrößte See Mitteleuropas.

Von gemütlichen fischreichen Sandhalden bis zu gefährlichen Steilwänden ist hier alles vertreten. Mehr als 30 verschiedene Fischarten leben im Bodensee. In den Sommermonaten kann die Unterwassertemperatur über 20 Grad betragen. Die verschiedensten Fische tummeln sich zu dieser Zeit bis zu einer Tiefe von etwa 20 Metern. In der kalten Jahreszeit sind die Wintertauchplätze geöffnet. Das Wasser wird in diesen Monaten besonders klar. Die Fische zieht es durch die Kälte in die unteren Bereiche des Sees. Der größte Bodenseefisch ist der Wels mit einer Länge von über zwei Metern.

Wels im Bodensee
(Bild: Composer – stock.adobe.com)

Das berühmteste Süßwasserwrack Europas

Gerade der erste Tauchgang sollte gut geplant werden und mit einem erfahrenen Taucher erfolgen. Die richtige Ausrüstung ist hier oberstes Gebot. Im Winter liegen die Temperaturen ab etwa zehn Metern Tiefe zwischen vier und sechs Grad. Daher ist hier eine Kaltwasserausrüstung die richtige Wahl. Die eigenen Tauchfähigkeiten müssen unbedingt realistisch eingeschätzt werden. Denn 40 Meter Tiefe im Bodensee sind nicht mit 40 Metern im Meer zu vergleichen. Es können den Taucher neben Kälte auch eine schlechte Sicht erwarten.

Der „Teufelstisch“ ist eine berühmt-berüchtigte Steilwand westlich der Stadt Wallhausen an der Marienschlucht. Dort ist das Tauchen nur bis zu 40 Metern Tiefe mit Sondergenehmigung erlaubt. Wer nicht auf ein solches Abenteuer gehen möchte, kann alternativ unzählige Unterwasserparcours und kleinere Wracks erkunden.

Eine Sehenswürdigkeit ist das Wrack der Jura. Das berühmteste Süßwasserschiff Europas liegt in einer Tiefe von etwa 37 Metern. Im Sommer benötigt man unbedingt eine Lampe, da die Sicht durch die Algenblüte sehr getrübt ist.

(Bild: Manuel Schönfeld – stock.adobe.com)

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