Die philippinische Insel Mindoro gehört zu den Hotspots für Taucher. Makrotaucher erforschen die kleinen Mini-Seepferdchen, während andere Tauchbegeisterte Dugongs und Flughähne am Apo Reef beobachten.

Mindoro ist die siebtgrößte Insel der Philippinen. Sie liegt im Süden der Inselgruppe Luzon. 75 Prozent aller weltweiten Korallenarten kommen hier vor. Makrotaucher können unter anderem neonfarbene Nacktschnecken und Pygmäenseepferdchen beobachten.

Tauchen ist das ganze Jahr über möglich. Wer das ruhige Wasser bevorzugt, der taucht am besten zwischen November und Mai. Von Juni bis Oktober ist das Tauchen auch möglich, aber die Strömungen sind durch das Wetter schwerer zu prognostizieren. Die Lufttemperaturen liegen ganzjährig zwischen 26 und 36 Grad. Die Wassertemperaturen erreichen dadurch 26 bis 30 Grad. Bei Sichtweiten zwischen zehn und 40 Metern können Taucher die Unterwasserwelt erkunden. Ein drei bis fünf Millimeter Nassanzug ist vollkommen ausreichend.

Korallenriff vor Mindoro
(Bild: Alexpunker – stock.adobe.com)

Das größte Atoll der Philippinen

An der „Napoleon Wall“ lassen sich Thunfische und Stachelmakrelen des Öfteren blicken. An der Riffkante geht es etwa 30 Meter bergab. Napoleons schwimmen in kleiner Entfernung an den Tauchern vorbei. Ein Napoleon misst bis zu 1,5 Metern.

Das Apo Reef ist das größte Atoll der Philippinen und das weltweit zweitgrößte Riff. Seit 1996 gehört es zu den UNESCO Schutzgebieten und ist Teil des 15.800 Hektar großen Apo Reef Nationalparks. Die Steilwände reichen bis in eine Tiefe von 80 Metern und sind mit Korallen, Schnecken und Riesenmuscheln verziert. Taucher werden meist von Schildkröten oder Delphinen begleitet. Mit etwas Glück können Tauchliebhaber auch Fuchshaie, Hammerhaie und sogar Dugongs beobachten.

Dugong am Meeresgrund
(Bild: b.neeser – stock.adobe.com)

Pelagics sind in der Nähe der Pandan Island anzutreffen. Diese liegt im Westen von Mindoro. Tagsüber lassen sich Schulen von Büffelkopf-Papageifischen und Schnepfenmesserfische, sowie Korallenwelse und Flughähne beobachten. Nachts erkunden unter anderem neonfarbene Nacktschnecken und Putzergarnelen die Riffe.  

Alte Versorgungsschiffe vor Mindoro

Zwölf Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg liegen auf dem Meeresgrund vor Mindoro. In der Coron Bucht versteckte sich damals die japanische Versorgungsflotte. 1944 wurden ein Dutzend Schiffe durch einen Luftangriff der Amerikaner in den Gewässern versenkt. Noch heute können Taucher die über 100 Meter langen Schiffswracks mit ihren Einschusslöchern, Kriegskanonen und vieles mehr entdecken. 

(Bild: Ovnigraphic – stock.adobe.com)

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