Verbrauchte Atemluft noch einmal nutzen? Der Rebreather, auch Kreislaufatemgerät genannt, reinigt die ausgeatmete Luft des Tauchers und bindet je nach Bedarf das Kohlenstoffdioxid mit frischem Sauerstoff. Die Atemluft wird nicht mit Luftblasen in die Umgebung abgegeben, sondern bleibt im Kreislauf und wird frisch aufbereitet.

Anders als die ABC-Ausrüstung und der Neoprenanzug gehört ein Rebreather nicht zur Standardausrüstung eines Tauchers. Die Aufgabe des Gerätes ist die Reinigung der Atemluft, die vom Taucher ausgeatmet wird. Somit ermöglicht ein Kreislaufatemgerät eine effiziente Nutzung des „verbrauchten“ Atemgases und einen längeren Tauchgang.

Wie funktioniert der Geschlossene Rebreather?

Bei der Reinigung der ausgeatmeten Luft erfolgt eine chemische Bindung des Kohlenstoffdioxids in einem Atemkalkbehälter und die Zugabe von frischem Sauerstoff. Durch Sensoren wird gemessen, wie hoch der Sauerstoffanteil der Atemluftmischung ist und wie viel Sauerstoff hinzugegeben werden muss. Somit wird nur sehr wenig Gas aus der Pressluftflasche verbraucht und die Nullzeit verlängert sich im Vergleich zum regulären Tauchgang um ein Vielfaches. Durch den Rebreather werden keine Blasen geworfen, dadurch kann fast geräuschlos getaucht werden.

Der Rebreather ist mit der Pressluftflasche verbunden.

Das Atemgemisch, welches durch den Rebreather hergestellt wird, zeichnet sich außerdem durch einen geringeren Sauerstoffpartialdruck aus. Durch den niedrigeren Druck ist eine größere Tauchtiefe erlaubt und auch das Risiko einer Dekompression wird geringer. Durch das Gerät ist jedoch eine Tarierung des Jackets nicht über die Ein- und Ausatmung möglich.

Die Wahl des Modells sollte auf das Gebiet abgestimmt sein

Sollte man gerne höhlentauchen, wird ein passiv geschlossenes Modell des Rebreathers empfohlen. Bei diesem Modell wird das Volumen automatisch mit Mischgas aufgefüllt. Somit hat der Taucher ein konstantes Atemgas.

Mit einem Rebreather zu tauchen, kann einige Vorteile mit sich bringen. Dazu gehören der geringere Gasverbrauch und der geringere Sauerstoffpartialdruck. Hat man das richtige Modell für sich gefunden, gilt es, das Gerät regelmäßig zu pflegen und Wartungen durchführen zu lassen. Beachtet man all das, kann man mit dem Gerät auf Erkundungstour gehen und effizient und vor allem länger tauchen.

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